schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Gesprächsrunde bei Jung&Naiv (Sonstiges)

micha87, bei Berlin, Mittwoch, 18.08.2021, 21:17 (vor 1610 Tagen) @ Komanda

Hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=C4JY_4aH0JA

Wer 2,5 Stunden Zeit und Lust hat, kann gerne mal reinschauen. Gesprächspartner sind Marcus Grotian (Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte - Soldat), der auch schon von Frau Slomka interviewt wurde Daniel Lücking (Redakteur bei nd.Der Tag - Ex-Soldat). Alle Teilnehmer haben in ihrer Weise Afghanistan erlebt, geben daher also Infos aus dem "Inneren" wieder. Sehr interessant wie ich finde.

Thema ist natürlich die aktuelle Situation, sie gehen aber teils auch auf die Vergangheit Afghanistans ein sowie auf die sehr unklare Zukunft.


Drei Punkte:

Wenn von den 2500 Ortskräften gesprochen wird, die schon in Deutschland seien, dann bezieht sich das auf diejenigen, die direkt mit der Bundeswehr zu tun hatten oder dort "angestellt" waren. Ortskräfte, die zB Hilfsorganisationen unterstützten, sind hier nicht enthalten. Insgesamt sind es ja wohl 7000 Ortskräfte, die dort unterstützt haben. 4500 plus deren Familien (Eltern zählen hier nicht mehr dazu) werden also zurückgelassen.


Bei 1:45:40 wird Marcus Grotian gefragt, was er als Dringlichstes vollziehen lassen würde, hätte er die Entscheidung auf Regierungsebene. Darauf der Verweis, dass in der jetzigen Situation das Dringlichste getan wird was geht, und zwar die Rettung von Menschen durch Soldaten, die sich selber zurückstellen. Jedoch weist er darauf hin, dass, wenn das "selbst zurückstellen" bei Politikern vorhanden gewesen wäre, diese Situation hätte vermieden werden können.

Direkt im Anschluss eine Situation, die klar zeigt, was keine/zu langsame Reaktion und sture Bürokratie bedeuten. Er kennt eine junge Familie, die im Juni ein Kind zur Welt brachten. Dieses hat jedoch, im Gegensatz zu den Eltern, kein Visum. Sie sitzen also in Afghanistan fest und haben schlechte Chancen, dort heraus zu kommen. Dieses Problem wäre mit einer frühen Evakuierung nicht vorhanden.
Ich frage ich hier ja, wieso zum Teufel braucht ein Neugeborenes ein Visum? Und wenn, wieso kann man das nicht später ausstellen?

Ich bin gerade bei ca. 1h, wer Zeit hat sollte sich das anschauen und bekommt interessante Einblicke von Menschen die in Afghanistan waren und gut vernetzt sind. Wer die Erfahrungsberichte von Grotian hört und auch wie Hr. Lücking als Ex-Soldat/Journalist auf der BPK stets vertröstet wird bei kritischen Fragen wundert sich wenig über die Zustände. Zum Glück haben wir in wenigen Wochen die Chance eine Bewertung dieser Politik vorzunehmen.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1523005 Einträge in 16367 Threads, 14352 registrierte Benutzer Forumszeit: 14.01.2026, 13:58
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln