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Lutz09, Tor zum Sauerland, Donnerstag, 19.08.2021, 15:37 (vor 1609 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von Lutz09, Donnerstag, 19.08.2021, 15:41

so nicht richtig...Trump war 4 Jahre von 20 Jahren am Start...also müssen die Taliban sich ja auch in den anderen 16 Jahren entwickelt haben....auch mit Trump im Amt wäre das passiert...die Frage ist doch, wieso die afghanische Zivilgesellschaft, die jetzt nach dem Westen ruft, es nicht geschafft hat in 20 Jahren sich zu emanzipieren, von irgend welchen religiösen Strukturen.....

gut ok, wir hatten auch die Inquisition und sehr lange galt das Wort des Papstes mehr als alles andere....


Natürlich haben die sich entwickelt. Und da werden mit Sicherheit auch viele ehemalige Kämpfer des IS, Kämpfer aus Pakistan dabei sein, die sich da im unwirtlichen Hinterland gesammelt haben und mit der Truppenstärke des Westens auch niemals hätten wirklich flächendeckend bekämpft werden können.

Aber sie waren bei weitem nicht so stark, die Städte anzugreifen, so lange der Westen vor Ort war. Wirklich Macht und Gewicht hinzugewonnen, haben sie erst mit dem Abzug.


Was man so liest, wurden sie weniger in den großen Städten akzeptiert, als vielmehr auf dem Land, wo sie in weiten Gebieten das Leben der Menschen kontrolliert und das staatliche Vakuum ausgefüllt haben. Auf dem Land stand man sowohl deer afghanischen Regierung, als auch dem westlichen Wertekanon stets ablehnend gegenüber.
Ein wesentlicher Faktor ist sicherlich Pakistan, ein Land, das immer schon als Rückzugsort und Rückhalt der Taliban und anderen Islamisten diente. Kein Wunder, dass man dort auch Osama bin Laden aufstöberte.
Schon jetzt zeichnet sich ein Wiederaufleben des Konflikts zwischen den verschiedenen Stämmen und Ethnien ab. Auf der einen Seite die Paschtunen, zu denen die Taliban zählen und auf der anderen die Tadschiken, deren Truppen sich gerade im Pandschir-Tal unter Ahmad Massoud, dem Sohn des ehemaligen Anführers der Mudschaheddin, Ahmad Schah Massoud, mit anderen Gruppen sammeln, um gegen die Taliban zu kämpfen.


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