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Der Staat ist in erster Linie überlastet. (Sonstiges)

markus, Freitag, 18.08.2023, 15:25 (vor 884 Tagen) @ Davja89

1. Kenne ich wenig Eigenheimbesitzer die nur in den Tag reinleben. Die meisten haben durchaus Bausparer oder andere langfristige Spargeschichten laufen für ein eventuelles Dach oder ähnliches.
Bein Heizthema war es ja eher so das die Wärmepumpe halt 30.000 + eventuelle Sanierungen kostet während ein einfacher Austausch der alten Gasheizung gegen eine Neue oder eine Reparatur deutlich billiger ist. Und selbst da war es ja oft vorallem der enge Zeitrahmen der kritisiert wurde.
Und wenn es durch das Dach regnet nehmen die meisten eben doch einen Kredit auf weil es eben sein muss. Nützt ja nix 30.000 + 7.000 Zinsen für ein Dach sparen zu wollen wenn ich dadurch meine 250.000 Bude unnutzbar mache.

2. Kann man ja von einer Politik mit Fachberatern und Ministerien im Hintergrund durchaus mehr erwarten als vom Eigenheimbesitzer Bernd.

3. Natürlich ist Infrastruktur unsexy. Trotzdem ist es die Grundlage davon das in diesem Land der Laden weiter läuft. Wir sind hier nicht Fleißiger als die Menschen in Afghanistan. Der Unterschied ist das unsere Wirtschaft halt mit funktionierender Infrastruktur und Verwaltung arbeiten kann.
Und ja im Zweifelsfall ist das sogar wichtiger als irgendein Theater oder sogar irgendeine Sozialleistung (Kindergeld, Elterngeld etc.)
Weil diese Dinge müssen aus einem Haushalt bezahlt werden der halt nur existiert wenn die Wirtschaft/Bürger auch in den Topf einzahlen. Damit sie das können auch in Zukunft brauchst du eine vernünftige Infrastruktur.

4. Mit Infrastruktur ist natürlich nicht nur die klassische Brücke gemeint. Sondern auch Schulen, Verwaltungsgebäude und derren Ausstattung, Energieinfrastruktur oder Flughäfen. Liste lässt sich endlos weiter führen.

5. Wir würden aktuell ganz andere Wachstumsraten und weniger Probleme haben wenn in die Schiene, Stromnetze und Schulen vor 10 Jahren ordentlich investiert worden wäre.
Der Ausbau von Erneuerbaren wäre sicherlich auch ein Thema das man durchaus auch mit gezielten Schulden hätte anschiebeb können zu Beginn.

6. Wir haben enorme Schulden aufgenommen um Coronamassnahmen abzufedern. Das war im großen und ganzen auch ok. Trotzdem sind das Gelder die ohne Gegenwert weg sind. Dagegen zahlen sich Schulden für sinnvolle Infrastruktur Projekte durch den folgenden Wachstum meistens langfristig aus.
Jeden Cent den ich in Schulen, Kitas oder Unis stecke bekomme ich langfristig mehrfach in Form von Steuereinnahmen und Wachstum zurück.
Wenn du das Geld nicht mit der Gieskanne sondern gezielt in die richtigen Bereiche hinein gibst ist das ein Geschäft.


Daher auf Pump leben? Nein.
Gezielte Schulden für sinnvolle Infrastruktur in einer niedrig Zinsphase? Kann durchaus Sinnvoll sein.

Macht man doch auch. Nur hält man sich an die vernünftigen Grenzen, die im Grundgesetz geregelt sind. Ich sehe nicht, dass die Straßen zu marode sind. Nach mehr als 20 Jahren Auto fahren bin ich immer entspannt überall durchgekommen. Und an den Schulen mache ich mir auch keine Sorgen, wenn ich sehe, wie viele Jugendliche heute das Abi und das Studium einschlagen. Es sind sogar zu viele. Wenn wir wollen, dass wieder mehr Menschen einen klassischen Beruf einschlagen, müssten wir nach deiner Logik das Budget massiv kürzen.


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