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„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht (Sonstiges)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 08.09.2023, 08:40 (vor 864 Tagen) @ Gargamel09
bearbeitet von FourrierTrans, Freitag, 08.09.2023, 08:50

https://twitter.com/GrueneBundestag/status/1699373222729232492


"Was an Berlin-Kreuzberg ist nich deutsch? [...] Ist das, weil in Kreuzberg Menschen vieler Nationen leben?"

Äh, ja?
Das Wort "deutsch" bedeutet nicht "Menschen vieler Nationen".

Wir können uns gern darauf einigen, dass es eine schöne Sache ist, wenn Menschen vieler Nationen friedlich zusammen in einem Stadtteil leben. Dass es eine Bereicherung ist, auch mal Leute anderer Kulturen kennenzulernen usw.
Aber dass u.a. Portugiesen, Südkoreaner und Kolumbianer in meiner Nachbarschaft leben, macht diese nicht deutsch.


Bei Merz zielt das auf Deutsche ab, die hier geboren sind, aber einen Migrationshintergrund haben. Da gibt es in Kreuzberg natürlich viel mehr, als in der bayrischen Provinz, was die bayrische Provinz dann Deutscher macht, als Kreuzberg, Neukölln...

Würde mich auch interessieren, ob das so gemeint war. Liegt erst einmal nahe. Es könnte aber vielleicht auch so gemeint sein, nach dem Motto "die "normalen" Menschen auf dem Land" und "die woken Verrückten aus Kreuzberg" (pauschalisierend dargestellt). Ich glaube, was viele noch nicht so richtig auf dem Schirm haben, unabhängig von Partei und Meinung, es geht in erster Linie, im Kern des gesellschaftlichen Konflikts, primär nicht um Migration oder nicht-Migration. Das mag für Teile der neuen Bundesländer gelten, aber nicht für Bayern oder BaWü. Selbst in den kleinsten Orten leben dort auch nicht nur "Boarn" oder "Schwaben" heutzutage. Im Gegenteil, wenn ich an meine Fanclub-Kollegen aus dem Süden denke, die teils wirklich aus den kleinsten denkbaren Dörfern Bayerns oder BaWÜs kommen, da sind überall Menschen mit Migrationshintergrund vollständig integriert im Vereinsleben.
Der innere Konflikt dieser Gesellschaft entbrennt sich viel mehr aus dem, was die urbane Akademikerschicht für richtig hält und was insbesondere die ländliche und nicht-urbane Bevölkerung für richtig hält. Letztere wird den Kampf politisch vermutlich auch in Zukunft "in the long-run" immer gewinnen, vor allem wenn dieser spalterisch wird und ein großer Teil der Landbevölkerung sich nicht berücksichtigt sieht oder politische Entwicklungen für unsachgemäß hält, da nur knapp 30% der Deutschen überhaupt in Großstädten leben und da natürlich auch nicht alle zur urbanen Bevölkerungsgruppe zählen.
Ist so mein Eindruck vom Ganzen.


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