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„Eine CDU, die anfängt zu definieren, wer normal ist + wer nicht, wer deutsch ist + wer nicht (Sonstiges)

markus, Montag, 11.09.2023, 22:04 (vor 860 Tagen) @ FourrierTrans

Das die aktuelle Politik der Regierung ein Grund für die hohen Zahlen der Afd ist darfst du hier im Forum aber nicht erwähnen.


Warum sollte das niemand erwähnen dürfen? Genauso darf man erwähnen, dass die aktuelle Politik nicht dafür verantwortlich ist. Man bekommt dann eben Gegenwind von der anderen Seite.


Und die Wahrheit liegt meistens in der Mitte. Der sich nun sicherlich schon 2-3 Jahrzehnte langsam aber stetig vollziehende gesellschaftliche Downturn, und dass nicht nur bei den Aspekten Wohlstand und Mittelschicht, ist viel zu tiefgreifend, als ihn auf eine Partei oder Regierung runterzubrechen. Aber mit Sicherheit ist die Performance und Prioritätensetzung der aktuellen Regierung durchaus ein Brandbeschleuniger.


Dieser Downturn ist aber ein ziemliches Märchen.Ganz im Gegenteil ging es die letzten dreißig Jahre steil bergauf.Vom kranken Mann Europas zum Exportweltmeister mit Fachkräftemangel.Und hoffentlich nicht zurück. Sehr erstaunlich, wenn man sich die tiefgreifenden Krisen in der Zeit vergegenwärtigt.

Und natürlich gibt es nicht einen Schuldigen allein am erstarken der AfD.

Vom sich durch die Legislatur schweigenden Kanzler (gegen den war selbst Merkel eine Erklärbärin) über schlechte Kommunikation in Sachen Heizungsgesetz über Flüchtlingszahlen bis hin zu Merz,der ganz sicher kein charismatischer Oppositionsführer ist,sondern der immer noch irgendwie seine Rolle zu suchen scheint.
Dazu gibt's in Deutschland anscheinend immer noch sehr viele Leute, die die Russen bzw. deren Politik gar nicht so schlimm finden. Und die sammeln sich entweder hinter Wagenknecht oder bei der AfD.


https://www.bpb.de/themen/arbeit/arbeitsmarktpolitik/322503/lohnentwicklung-in-deutschland-und-europa/

"Aufgrund relativ hoher Inflationsraten und nur geringer Lohnsteigerungen haben die Deutschen und die Europäer heute weniger Geld im Portemonnaie als noch im Jahre 2000."

Aber ja, für eine handvoll Familien ging es steil bergauf in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten.


Blöd nur, dass die Statistik, die sie selbst verlinken, etwas anderes sagt. Der Reallohnindex ist seit 2000 von 96,5% auf 105,2% gestiegen.


Man darf mich gerne duzen, bin erst Mitte 30, fühl mich zwar schon nicht mehr so jung, aber trotzdem noch im Duz-Alter. ;-)

Mit „sie“ meinte ich die Urheber des Artikels, nicht dich (sonst hätte ich es groß schreiben müssen).


Im Grunde sagt der Link genau das. Ja, der Reallohnindex ist gestiegen, aber man muss natürlich den Verbraucherpeisindex daneben legen, deren steiler Anstieg halt alles auffrisst, was der Reallohnindex abbildet.

Reallohnindex 2000: 96,5%
Verbraucherpeisindex 2000: 77,5%

Reallohnindex 2019: 105,2%
Verbraucherpeisindex 2019: 105,2%

Die letzten 24 Monate werden das Gebilde vermutlich noch einmal deutlich bescheidener aussehen lassen.

Denkfehler. Der Reallohnindex ist das Ergebnis aus dem Verhältnis zwischen dem Verbraucherpreisindex und dem Nominallohnindex. Steigen die Löhne stärker als die Preise, steigt der Reallohn. Ein steigender Reallohnindex ist also ein tatsächliches Plus.


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