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Champions League Halbfinale - Rückspiele (Spieltage)

Ricola1, Ort, Sonntag, 10.05.2026, 19:26 (vor 10 Stunden, 57 Minuten) @ MDomi

Du unterschlägst aber nun, dass die aktive Bewegung ein Indikator für Absicht oder nicht sein soll. Die war hier klar nicht gegeben.

Ich glaube, wir schreiben aneinander vorbei.
Was ich meine: Die Frage, ob Absicht vorliegt, entscheidet sich nicht daran, ob einer mit Absicht den Ball mit der Hand spielt. Sondern sie klärt im Grunde, ob jemand absichtlich den Arm bewegt. Dies also nicht unvermeidbare Folge einer sonstigen körperlichen Bewegung ist.

Also: Hier hat der Abwehrspieler sich halb weggedreht, was sein absolutes Recht ist. Frage ist, ob er dabei verhindern kann, dass der Arm sich auf Kopfhöhe (in etwa, habe das nicht vor Augen und habe auch keine Lust, mir das noch mal anzusehen - ehrlich gesagt, bin ich persönlich ohnehin der Meinung, dass es in diesem Sport gar keine Elfmeter geben sollte -). Und sein Arm hat sich definitiv bewegt, obwohl das nicht nötig ist bei dieser Bewegung. Und genau das ist hier auch gemeint. Aktiv in dieser Höhe bewegt. Und das meinen diese Regeln mit "Absicht". Der hätte seine Arme auch viel höher halten können (wie gesagt: Ampelmännchen und noch höher). Bewegt er sie nicht, dann bewegt er sie nicht. Dann ist er nach IFAB-Regeln hier geschützt. So nicht.

Rein sinngemäß so auch Gräfe (den ich hier aus Gründen gar nicht zitiert habe, weil er offensichtlich etwas verblendet einfach stets und ständig den Aktiven ans Bein pinkeln möchte. Hier hat er aber Recht). Und eben Wenger. Der es etwas populistischer formuliert hat: "Die Regeln besagen nicht, dass ein Ball, der von einem Mitspieler kommt, Bayern um einen Elfmeter bringt". Und wird noch dazu zitiert, "also" war es für ihn einer, wobei dieser Schluss natürlich nicht logisch ist. Das "also" ist sinnfrei. Entscheidend ist, dass die Regeln "nicht besagen, dass ein Ball..." - und Wenger ist ganz offiziell im Beratungsgremium vom IFAB. Das ist der Kern: Es gibt keine harte Aussage, wonach ein Ball vom Mitspieler irgendwie immer mit der Hand berührt werden darf.

Populistisch in Fuss-Sprache heißt es heute immer: "Angeschossen gibt es nicht mehr". Richtig. Die Unterregel hier sagt: In genau einem Fall gibt es angeschossen aber noch. Wenn ein Mitspieler den Ball im Strafraum getreten hat. Hier ist der Spieler aber nicht angeschossen worden. Und wenn er dreimal den Ball sicher nicht mit der Hand aufhalten wollte, er ist nicht ohne eigenes Zutun angeschossen worden. Bin mir (sehr) sicher, dass das in jeder Spielsequenz so zu sehen ist. Maßstab ist: Ohne eigenes Zutun angeschossen worden oder nicht. Deshalb eine klare Fehlentscheidung nach IFAB-Regeln.

Unabhängig davon hat aus rein sportlicher Sicht die richtige Mannschaft gewonnen. Interessant finde ich ehrlich gesagt daran, dass eine Redaktion wie die vom Kicker (deshalb habe ich überhaupt erst angefangen) nicht einfach mal das Telefon zur Hand nimmt und beim IFAB nachfragt, wie die das überhaupt gemeint haben. Wenger hats ja dann in aller Öffentlichkeit gesagt.


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