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55% in Staßfurt (Politik)

Pa1n, Montag, 07.09.2026, 21:07 (vor 5 Stunden, 0 Minuten) @ Alones

Dann heißt es immer, die Wähler wären nicht doof, aber die geäußerten Erwartungen sind schlicht doof. Die AfD kann und wird die wirtschaftliche Lage in SA nicht verbessern (können). Und schon gar keine neue Ärzte ansiedeln, damit Tante Trude nicht mit dem Bus zum Röntgen nach Magdeburg muss und der örtliche Freizeitpark wieder öffnet.


Na zum Glück können aber die anderen Parteien die wirtschaftliche Lage verbessern. Die anderen Wahlprogramme dürften ähnliche Wunschvorstellungen enthalten, darüber spricht nur niemand. Es ist halt Landespolitik. Der Handlungsspielraum ist im Grunde nicht da. Die können bisschen Standortpolitik machen, aber mehr auch nicht. Lediglich bei Bildung, Inneres und Kultur/Medien könnten die echten Schaden anrichten. Ansonsten wird das Bundesland eben weiter runtergewirtschaftet. Genauso wie vorher auch. Ob das nun die Schwarzen oder Blauen machen, dürfte dem Ottonormalbürger ziemlich egal sein. Unterschied ist nur: Ab sofort sind die Ausländer schuld... wobei... war das nicht auch schon immer so? Im Osten nix Neues oder so ähnlich.

Die anderen Wahlprogramme schreiben aber nicht, dass "kulturfremde" Ärzte weg müssten, weil die eher Menschen gefährdeten als retten.

Den ohnehin schon bestehenden Mangel im medizinischen Sektor will die AfD ja aus eigener Kraft beheben und dabei möglichst die ~20% Ärzte mit Migrationshintergrund in Sachsen-Anhalt remigrieren, und überhaupt: Migration könne da keine Lösung sein.
Abgesehen davon, dass aus gutem Grund nicht jeder Hinz und Kunz Medizin studieren kann, wird man so die frühesten ausgebildeten Fachärzte in 30 Jahren haben. Und was ist bis dahin? Keine Antworten von Grinsebacke Sieg(heil)mund und der AfD.

In Logistischen Berufen ist der Migrationsanteil sogar noch höher - wie gut wird es den Leuten wohl gehen, wenn keine LKW mehr fahren, keine Regale mehr eingeräumt werden?


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