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[Klima] Kipppunkte erreicht: Artensterben, Weltraummüll, Hitze - es geht los! (Sonstiges)

Andypsilon, Mittwoch, 25.10.2023, 16:58 (vor 817 Tagen) @ el_ayudante

Eine Partei / eine Koalition die konsequente Klimapolitik durchführen würde, würde niemand wählen oder würde in der Regierung gestürzt werden.

Wir leben in einer Gesellschaft der Singularitäten. Sprich es wird nicht am Ganzen / am "Wir" als Gesellschaft / an Nachhaltigkeit gearbeitet, sondern an kleinen Problemen die ggfs. kurzfristig das eigene Wohlbefinden verbessern.
Dementsprechend darf progressive Politik, die Einschränkungen erfordert, nur innerhalb eines Toleranzrahmen zu Einschnitten am individuellen Lebensstil führen, auch wenn das Problem bewusst ist.

Es liegt in der Natur des Menschen egoistisch zu sein. Und in einer Gesellschaft, die stehts nach Verbesserung strebt mit einer Wirtschaft die auf stetes Wachstum mehr oder weniger angewiesen ist, ist jeder Einschnitt ein Rückschritt. Wer verzichtet auch freiwillig?
Und es ist immerhin so, dass man sich zwar schnell an "mehr" gewöhnt, aber nur langsam und beschwerlich an "weniger". Unser egoistischer Toleranzrahmen ist enger als der Toleranzrahmen des Klimas. Isso.

Aus diesen Grund sehe ich auch nicht, dass wir dieses Problem lösen können - weder politisch, noch gesellschaftlich, noch wirtschaftlich.

Und ja, ich muss so ehrlich sein, dass ich diese Kritik als erstes an mich selber stellen muss, weil ich selbst mein Leben nicht nachhaltig genug gestalte.

Das ist wohl leider so.
Ich habe mal irgendwo was darüber gelesen, dass es sowas wie Kipppunkte auch bezüglich Entwicklung bzw. dem Fortbestand einer Zivilisation gibt. So ganz bekomme ich das nicht mehr zusammen, hängen geblieben ist auf jeden Fall der Punkt, dass, wenn man das Fortbestehen einer Zivilisation sichern möchte es unabdingbar ist, zwischendurch immer mal kräftig auf die Bremse zu treten um erst einmal alle, bzw. so viele wie möglich, auf den gleichen Stand zu bringen. Also Wissen teilen, Erkenntnisse austauschen diesdas um dann gemeinsam weiter zu gehen. Wenn das nicht passiert sind irgendwann alle im Arsch und wenn ich mir angucke, wie komplett abgehängt gefühlt 90 Prozent auf unserem pale blue dot sind und welche Aufgaben zu bewältigen wären macht sich schon so ein bisschen Endzeitstimmung breit.

Und Dein Fazit kann ich auch so übernehmen, aber nicht nur auf Nachhaltigkeit bezogen. Was z.B. das gesellschaftspolitische angeht war ich mir immer sicher, dass dieser Rechtsruck irgendwann an der Mauer "der Anständigen" zerschellen wird, die irgendwann mal alle aufstehen und sich dem braunen, populistischen Dreck entgegenstellen. Bis mir irgendwann mal aufgefallen ist, dass ich selbst auch nicht wirklich was mache weil ich viel zu sehr damit beschäftigt bin, meinen eigenen Scheiß auf die Reihe zu bekommen.


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