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Wer bringt den hier Ideologie hinein (Sonstiges)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Freitag, 27.10.2023, 14:19 (vor 815 Tagen) @ Foreveralone

Das verhindert den Diskurs und die Auseinandersetzung mit den Folgen - also Ringen um den richtigen Umgang, die Politik, um dem Thema zu begegnen. Schade eigentlich.


Und es ist vor allem immer dasselbe Gesabbel. Letztes Jahr im Sommer wurde die deutsche Wirtschaft an die Wand gefahren, weil alle energieintensiven Unternehmen dank der Gasboykotte pleite gehen, und dieses Jahr wird halt ein anderer Grund gesucht, um dieselbe Story zu erzählen. Und interessanterweise kann sich nie jemand an die falschen Prophezeiungen erinnern, die man im Jahr zuvor laut und vernehmlich rausposaunt hat.


Unabhängig von der Thematik und der enormen Relevanz der ökologischen Frage ist beim Thema "deutsche Wirtschaft" aktuell absolut gar nichts im Lot, nur weil noch nicht alle Werkstore geschlossen sind. Alle Zahlen, Daten, Fakten sprechen da eine eindeutige Sprache. Die energieintensive Industrie, zumindest alle die groß genug sind, verlagern ihre Aktivitäten großflächig ins Ausland. Das wird das Großkapital in Deutschland nicht spüren, der einfache Bürger / die einfache Bürgerin schon, sofern dass dann nicht massiv durch andere Jobs aufgefangen wird. Deutschland lebt von der verarbeitenden Industrie, die aktuell flieht oder das Handtuch wirft (schönes Beispiel ist die gegenwärtige Konsolidierung der Tier-Industrie im Automobilsektor in Deutschland) und da sprechen wir auch von Ingenieur-/Akademikerjobs, die reine Produktion in Deutschland ist größtenteils längst kein Thema mehr für die Zukunft. Ich sehe bisher beim besten Willen keinen validen Gegenpol, bei dem massiv neue Job(felder) geschaffen werden.

"Noch nie haben Unternehmen so viel Geld aus Deutschland abgezogen wie im vergangenen Jahr, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Zahlen alarmieren: Im schlimmsten Fall ist das der Beginn der Deindustrialisierung.", um hier nur mal mit dem IW Köln von Ende Juni eine Quelle zu nennen.

https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/christian-rusche-geldabfluesse-in-deutschland-so-hoch-wie-nie.html

Das hat aber auch die Merkel Regierung mitzuverantworten.

Deutschland wurde die letzten Jahre meist nur verwaltet und zerrt nur noch von der goldenen Jahren.

Gar keine Frage, geht über Parteigrenzen hinweg und auch in die C-Level-Etagen rein bzw. an die Tische der Aufsichtsräte. Wenn man mal das Wirtschaftsfeld "deutsche Autobauer" näher betrachtet, wird man sehen, dass die im Grunde die letzten 20 Jahre Vermögensverwalter statt Unternehmer waren. Jetzt kommt die große Keule, ich bin sehr nah dran an DEM einen Autobauer und ich kann dir sagen, es herrscht die blanke Panik im HQ und im Landtag. Die energietechnischen Probleme, die in Deutschland sehr speziell sind und auch so nicht in anderen europäischen Staaten gegeben sind, tun nun ihr übriges dazu.


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