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Deutschland hat sich völkerrechtlich verbindlich verpflichtet, die CO2-Emissionen bis 2045 auf Null herunter zu fahren (Sonstiges)

klsch, Ort, Freitag, 27.10.2023, 15:16 (vor 815 Tagen) @ Ulrich

Bei der Diskussion werden immer wieder die Rahmenbedingungen ausgeblendet. Deutschland hat sich wie alle anderen EU-Staaten, wie die USA und zahlreiche andere Staaten dieser Erde völkerrechtlich verbindlich verpflichtet, die CO2-Emissionen bis auf Null herunter zu fahren. Es gibt für jeden Sektor einen von der EU festgelegten Fahrplan, welche Minderungsziele es gibt. Beschlossen von der EU-Kommission, vom europäischen Rat und vom EU-Parlament.

Das ganze ist also keine "Spinnerei", man kann hier nicht einfach so aussteigen. Alle, die heute versuchen, Sand ins Getriebe zu streuen und die Entwicklung zu sabotieren sorgen vor allem für eines, nämlich dass es in den nächsten Jahren deutlich teurer wird.

In vielen Sektoren benötigt man bereits heute CO2-Zertifikate, wenn man CO2 z.B. in Kraftwerken, Stahlwerken, Zementwerken, etc. freisetzt. In anderen Sektoren gibt es zwar ebenfalls Vorgaben, aber die führen aktuell nur zu Strafzahlungen, wenn sie gerissen werden. Ab 2027 sind aber auch der Verkehrs- und der Gebäudesektor mit drin im Zertifikatehandel. Dann ist die CO2-Menge auf EU-Ebene in diesen Sektoren streng gedeckelt, weil die Zertifikate gedeckelt sind. Und ohne ein Zertifikat kann dann niemand mehr Heizöl, Erdgas, Benzin, Diesel, Propangas, etc. vertreiben. Ggf. sind die Zertifikate auch über EU-Grenzen hinaus handelbar. Dann aber würden wir Rumänien, Bulgarien und anderen EU-Staaten wegen unserer höheren Kaufkraft die Zertifikate weg kaufen. Deshalb gibt es starke Widerstände gegen einen unregulierten grenzüberschreitenden Handel. Einige Zertifikate hat die EU-Kommission zudem noch in Reserve Aber die sind eigentlich für Krisen in wichtigen Industriebereichen gedacht, nicht für das Verheizen im Kamin oder im Verbrennungsmotor.

Dein Ernst Völkerrechtlich??? Es hat rechtlich keine Bedeutung. Es ist nichts weiter als eine Art einer Absichtserklärung. Wenn man es nicht schafft dann ist es halt so.

Ich habe hier die Tage geschrieben dass selbst die EU-Kommission von der Euronorm 7 abgerückt ist. Die Euro 7 wäre in Umweltfragen ein großer Meilenstein in der Automobilindustrie. Die wird aber so nicht kommen.

Weiter unten schreibst du über rechtliche Verpflichtungen und einen festen Fahrplan.
Welche wären das denn und vor allem mit welchen Konsequenzen bei nicht Erreichung?
Einst ist jedoch klar, selbst wenn es so etwas geben sollte dürfte gerade dir nicht entgangen sein dass sich Regierungen ändern und man sehr schnell etwas neues beschließen kann.


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