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Nachhaltigkeit bei Konsumgütern (Sonstiges)

Fonzie, Münster, Sonntag, 29.10.2023, 11:14 (vor 813 Tagen) @ FourrierTrans

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie hier aktuell der Stand der Dinge ist. Aber es ist in der Vergangenheit mal technisch eindeutig herausgearbeitet worden bzw. auch durch Whistle Blower rausgekommen, dass Teile der Elektronikindustrie bewusst Produkte so designen, dass sie nach 4-5 Jahren ausfallen oder anderweitig nicht mehr brauchbar sind.

Das ist grundsätzlich auch so und man merkt es oft. Mir fällt es aber eher bei Haushaltsgeräten auf. Nach dem Studium hatten meine Frau und ich eher günstige NoName-Produkte, inzwischen können wir uns da etwas bessere leisten. Aber gefühlt sind die längst nicht so robust und widerstandsfähig wie die alten.

Mit Apple habe ich persönlich diesbezüglich eigentlich gute Erfahrungen gemacht. Meine ersten beiden Notebooks haben jeweils 8-10 Jahre so gut funktioniert, dass ich keinen Bedarf für eine Neuanschaffung hatte. Beim ersten war irgendwann mal die Festplatte kaputt und musste getauscht werden und beim zweiten habe ich den Akku nach ein paar Jahren getauscht. Beides Reparaturen, die in einem vernünftigen Verhältnis zum Gerätepreis standen. Ich bin gerade im Begriff, mein iPhone 8 aufzugeben und gegen ein neueres Modell zu tauschen - wenn ich da den Akku vor zwei, drei Jahren gewechselt hätte, würde ich aber vielleicht auch noch 1-2 Generationen warten können.

Bei den KH gab es ebenfalls ein Austauschprogramm, dass bei diesem Fehler bis zu drei Jahre nach Kauf gegriffen hätte. Da war ich einfach ungünstig dran. Trotzdem sollte es mMn nicht so sein dürfen, dass ein Neukauf preislich so viel attraktiver ist, als eine Reparatur. Das könnte man sicher auch regeln.

Anderes Beispiel (allerdings kein Konsumgut): Heizungsanlage im Keller bei meinen Eltern, größeres Haus. 3 Wohnungen, ehemals zwei vermietet. Die aktuelle Gasanlage ist knapp 30 Jahre alt, nie Ausfälle gehabt, alles störungsfrei. Der Sanitärtechniker, der ungefähr so schwer zu kriegen ist wie der POTUS, hat kürzlich einen neuen jungen Mitarbeiter geschickt, um mal über eine neue Anlage zu sprechen. Als der junge Mann dann gehört hat, wie alt die Anlage ist, sah er aus, als hätte er einen Geist gesehen. "Wenn alles gut läuft und Sie viel Glück haben, halten die neuen halb so lange". Jo, Willkommen im nachhaltigen und ökologisch bewussten Zeitalter.

Zum Teil liegt es natürlich (auch bei meinem Beispiel von oben) daran, dass die modernen Geräte eben viel mehr Elektronik usw. haben und komplexer sind, als das früher der Fall war. Ob das bei Heizungsanlagen so ist, kann ich aber nicht sagen, das ist kein Gebiet, wo ich mich irgendwie auskennen würde.


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