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Pfostentreffer, Mittwoch, 14.08.2024, 17:48 (vor 524 Tagen) @ FliZZa

In den vergangenen Jahren habe ich mich, als Laie, relativ intensiv mit dem Thema beschäftigt, vermutlich schon alleine aufgrund der Tatsache, dass das alles sehr bedrohlich auf einen einwirkt. Ich würde behaupten, dass ich einigermaßen klimafreundlich lebe, für einen Menschen in der westlichen Staatengemeinschaft. Wenig Autofahrerei (dank der, bisherigen, Möglichkeiten im Job), eigener Garten, gedrosselte Einkaufstouren hinsichtlich Fleisch und co., in der Regel nur noch ein bis maximal zwei private Flugreisen im Jahr, sehr wenig Konsum.

Darüber hinaus muss ich aber offengestanden sagen, dass ich das Thema inhaltlich überhaupt nicht mehr verfolge und bestenfalls nur noch zur Kenntnis nehme.
Warum?
Was kann ich als Mensch mehr tun, als individuell möglichst ökologisch sinnvoll zu leben? Wenig.
Wir leben in einer Zeit, in der in den westlichen Staaten exorbitant viel Kapital zirkuliert und das auf immer weniger Einzelpersonen bzw. einer ultra-kleinen Gesellschaftsschicht verteilt ist. Für mich erst einmal ok, why not? Als Beispiel: alleine in Deutschland stieg die Anzahl der Milliardäre von 2022 auf 2023 um 16 an, auf 226. Heißt also, es wäre genug Kapital für eine echte Transformation in den westlichen Staatengemeinschaften vorhanden, sofern man hier wirklich das Ende der Menschheit kommen sieht. Solange aber dort auf der einen Seite im Einzel-Jet von A nach B geflogen wird, um mal beim eigenen Rugby-Team vorbeizuschauen (Grüße gehen raus an die ZDF-Doku; oder auch interessant: das interaktive Flugradar von Las Vegas nach dem Super Bowl im Februar, wo man danach locker weit über 100 Privat-Jets in alle Himmelsrichtungen aufbrechen sieht), auf der anderen Seite aber selbst bei einer sozialdemokratisch geführten Regierung quasi exklusiv darüber debattiert wird, was nun besser ist um den Geldtopf zu füllen, entweder Bürgergeldbezieher/innen weiter zu quälen oder "Top"-Vermögende mit einem zu versteuernden Jahreshaushaltseinkommen von >150k Euro beim Kindergeld was wegzunehmen, verweigere ich mich jeder inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema. Oder dem zunehmenden Drang des Großkapitals, die Leute doch wieder so oft wie möglich ins Büro zu zitieren (dann eben doch wieder mehr Autofahrerei). Mir ist es mittlerweile schlicht egal, weil ohnehin nichts elementares unternommen wird, außer "den kleinen Mann" damit zu "belästigen". Und wenn die Zivilisation dann in 30 Jahren unter einer neuen Eiszeit zugrunde geht oder unter Feuerstürmen, dann ist das eben so. Immterhin überleben die Musks und Arnaults dann noch ein halbe Jahr länger, in ihrem Unterweltbunker, bevor auch da die Rationen ausgehen.


Bin ich komplett bei dir.
Dieses lächerliche "Jeder kann seinen Teil beitragen" ist schon reichlich hanebüchen, in einer globalisierten Welt mit Playern wie Indien, China oder Russland dann halt endgültig Schwachsinn.
Fakt ist: Der Zug ist abgefahren und am Ende kannst nur schauen was du daraus machst während du hinterher winkst. Und ja, der Zug wird auch abgefahren sein, wenn wir in 30 Jahren nur noch Elektroautos fahren. Die Dinger fallen halt auch nicht vom Baum.

Abgefahren ist relativ, es geht immer noch darum, die Bedingungen möglichst gut zu erhalten. Was den "jeder muss seinen Teil beitragen" Teil angeht ist das natürlich Schwachsinn, aber dazu muss man verstehen, wo es herkommt: Vor allem Öl- und Gaskonzerne haben den Gedanken des Co2 Fussabdrucks verbreitet, natürlich um politische Lösungen zu verhindern. Dementsprechend ist es ziemlicher Bullshit, genau wie Technologieoffenheit und Eigenverantwortung in dem Kontext.


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