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Ein schlechtes Zeichen (BVB)

Intertanked, Berlin, Sonntag, 24.11.2024, 23:30 (vor 418 Tagen) @ markus
bearbeitet von Intertanked, Sonntag, 24.11.2024, 23:33

Also das ist kein historisches Dokument .

Und da frage ich mich schon, was in deren Köpfen vorgeht, wenn man sich mehr oder weniger darüber beklagt, dass man in der NS-Zeit von der Bürokratie sogar bei der Beschaffung von Zwangsarbeitern behindert wurde.


In der Einleitung steht

Die von Buchautor Dr. Christian Leitzbach ausgegrabenen historischen Fundsachen finden Sie hier. Die insgesamt siebenteilige Serie, die sich zeitlich eng an den prägenden Epochen der Unternehmensgeschichte von Rheinmetall orientiert, wird aufgelockert durch Illustrationen des in Dresden lebenden Grafikdesigners Dirk Oberländer.

Dein Link ist Teil 3 der siebenteiligen Serie. Offenbar hat ein Historiker das exakt so beschrieben und ein Buchautor hat das gefunden. Und deshalb bin ich der Meinung, dass man das weder zensieren noch löschen sollte. Ich würde sogar noch weitergehen. Wenn Rheinmetall das löschen würde, um sauberer dazustehen, würde ich das für einen Skandal halten.


Nein. Wenn man das so als seine Geschichte ohne weitere Kommentierung auf der Firmenhomepage darstellt, macht man sich diese Darstellung auch zu eigen.


Die Einleitung ist doch die Kommentierung. Da steht u.a. dass auch nachdenkliche Gegebenheiten widergespiegelt werden.

Das ist echt armselig. Daran ist weder irgendwas kommentiert noch aufgearbeitet.

Zitat: "Zahllose Zwangsarbeiter waren während des Zweiten Weltkrieges bei Rheinmetall-Borsig beschäftigt."

Rheinmetall hat es offenbar nichtmal versucht die Anzahl an Zwangsarbeitern in der eigenen Firma zu recherchieren. Sie sind zahllos. Halt so namenlose Massen. Im Vergleich zur PS Zahl der eigenen Panzer, die hat man sich gemerkt. 1080.

Zitat: "Wir wüssten nicht viel über ihr Schicksal, wenn uns nicht einige von ihnen Briefe geschrieben hätten, in denen sie ihr Schicksal erzählten."

Ja, wie kam Rheinmetall denn an die Zwangsarbeiter? Kamen die aus KZs? Gingen sie ins Gas, wenn Rheinmetall sie nicht mehr braucht? Wie waren die Strukturen bei Rheinmetall bei der Beschaffung der Zwangsarbeiter? Welche Stelle in der Firma hat das gemacht? Weiß man nicht, will man nicht aufarbeiten. Kann man unmöglich wissen...

Wir treffen Sascha A. Der mag Malerei und Deutsche und muss für Rheinmetall arbeiten.
Was ist ihm dann passiert? Kann man das vielleicht rausfinden? Hat ja immerhin für die Firma für lau malocht. Wurde der von den Nazis erschossen, vergast, hat er überlebt? Familie?

Nee, unmögliche Aufgabe für Historiker. Ist halt so Schicksal in den Gezeiten.

Wie waren den so die Strukturen im "Zwangsarbeiterlager an der Grashofstraße". Gäbe es da Möglichkeiten für Rheinmetall da was rauszufinden oder ist das zu schwierig?

Von vier "auflockernden" Grafiken zum Dritten Reich, zeigt eine einen Zwangsarbeiter bei Ausübung seines Hobbys(!), ansonsten einen lachende Maus, die einen Rheinmetallpanzer symbolisiert, den Firmentriumph über Bürokratie und einmal vertriebene Landbewohner. Das wars.

So ist das Scheißdreck.


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