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Aufarbeitung Rheinmetall (BVB)

markus, Mittwoch, 27.11.2024, 15:36 (vor 415 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ich hatte es an anderer Stelle erwähnt und geht dort leider unter. Ein großer Kritikpunkt war ja die fehlende Aufarbeitung in der NS Zeit. Die Diskussionen drehten sich immer um historische Fundsachen, die ein Buchautor ausgegraben hat. Das ist natürlich keine echte Aufarbeitung.

Ich weiß nicht, ob wir das vielleicht übersehen haben oder die Homepage inzwischen aktualisiert worden ist. Aber offenbar ist sehr wohl die NS-Zeit schon vor längerer Zeit aufgearbeitet worden:

„Wir haben unsere Rolle und unsere Verfehlungen in der NS-Zeit aufgearbeitet und dokumentiert. Daraus gewonnene historische Unterlagen zum Thema Zwangsarbeit liegen für Forscher und Interessierte im Düsseldorfer Stadtarchiv sowie im Zentralarchiv von Rheinmetall aus.“

https://www.rheinmetall.com/de/unternehmen/historie/zwangsarbeit-im-ns-staat

Des Weiteren ist auf deren Homepage ein ganzes Kapitel mit 43 Seiten aus einem Buch über Fremd- und Zwangsarbeiter veröffentlicht worden. Es gab massenweise Zwangsarbeiter und viele von ihnen sind ums Leben gekommen.

https://www.rheinmetall.com/Rheinmetall%20Group/Unternehmen/Historie/Rheinmetall-Kapitel-2-1-10-Fremd-und%20Zwangsarbeiter.pdf

Ich finde es übrigens wahnsinnig schwierig, dem heutigen Konzern alte Verfehlungen vorzuwerfen. Gab es denn zu dem Zeitpunkt andere Optionen? Der Konzern war offenbar unter Kontrolle des NS-Regimes und im Hermann-Göring-Konzern integriert:

„Die Rheinmetall-Borsig AG befand sich in den Jahren 1924 bis 1956 mehrheitlich im Besitz des deutschen Staates und geriet während des Dritten Reiches umfänglich unter die Kontrolle des nationalsozialistischen Regimes, was zeitweise in der Zugehörigkeit zum Hermann-Göring-Konzerns zum Ausdruck kam.“

Halten wir fest: Es gibt eine Aufarbeitung. Wir wussten davon nur nichts, weil entweder die Homepage erst vor kurzem mit diesen Informationen aktualisiert worden ist oder wir vielleicht nicht richtig hingeschaut haben.
Somit entfällt zumindest der Kritikpunkt, es würde keine Aufarbeitung geben.


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