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Ein schlechtes Zeichen (BVB)

markus93, Sauerland, Montag, 25.11.2024, 05:24 (vor 417 Tagen) @ markus

Das die wirklich historischen Texte aus der Zeit auch schonungslos offen gelegt werden sollten wie die Briefe der Zwangsarbeiter oder auch das Zitat des damaligen Rheinmetall Chefs darüber müssen wir nicht diskutieren das sehen wir ähnlich.
Der Autor hat das ganze allerdings lange nach dem Krieg ziemlich skurril beschrieben und das sieht eben nicht nach schonungsloser Aufarbeitung aus, eher nach bedauern und nochmals es liest sich ne nach bedauern aus heutiger Sicht da es eben keine Zitate oder Texte aus 1943 sind, sondern geschrieben von einem Autor der lange nach dem Krieg geboren ist, also auch kein Zeitzeuge, und dann veröffentlicht von Rheinmetall.

Wenn das ganze übrigens schonungslos gezeigt werden soll wieso soll denn zur "Auflockerung" ein paar Bilder gezeigt werden?


Ein Historiker versucht halt immer die zu der Zeit herrschende Stimmungslage und Begeisterung zu transportieren. Das mag man dann vielleicht nicht gerne lesen, aber ich zweifle daran inhaltlich kein Stück.

Sprich: man hat es damals tatsächlich süffisant bedauert, nicht noch mehr Zwangsarbeiter eingesetzt haben zu können. Man hat sich tatsächlich zum Teil lustig über sie gemacht und umgekehrt wird es tatsächlich Aufseher gegeben haben, die halbwegs human waren. Hier wird nichts schlimmer beschrieben als es war. Wahrscheinlich war es eher noch schlimmer.

Das mit der Auflockerung durch Grafiken ist auch nicht unüblich und bezieht sich auf alle sieben Teile.

Natürlich hat man es damals bedauert das ist mir auch bewusst und ich bin auch überzeugt davon dass es damals schlimmer war.

Ich bin aber tatsächlich etwas überrascht das dir das als Aufarbeitung reicht. Eine Sammlung von Texten die ein Angestellter Historiker des Unternehmens zusammen gefasst hat. Korrigiere mich wenn ich falsch liege aber gibt man sowas nicht im Normalfall an Unabhängige Historiker ab?
Ansonsten wurde hier ja auch schon geschrieben "zahllose Zwangsarbeiter", "wie wüssten nicht viel über sie"... Usw
Es ist halt wirklich kein ernsthafter Versuch der Aufarbeitung und klar ist es schwierig sowas herauszufinden, aber zumindest eine grobe Zahl sollte doch machbar sein. Und falls nicht kann man auch das kommunizieren ala "Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Zahlreiche Dokumente vernichtet weshalb eine Zahl zu nennen sich als schwierig erweist" Stattdessen findet man halt ausschließlich diese süffisanten Texte.
Mir persönlich reicht das eben nicht an Aufarbeitung und ich sehe keinen Grund warum das auf Gründen von aktuellen Kriegen nicht möglich sein sollte denn kein Historiker wird auch nur eine Waffe bauen.


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