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Mindestens ein toter Jugendlicher, einem Mann mussten beide Unterarme amputiert werden (Sonstiges)

Zico80, Montag, 02.01.2023, 14:34 (vor 1111 Tagen) @ Zico80

Das Problem ist das in eimem Teil der Bevölkerung mit "Migrationshintergrund" ein enormer Hass auf die Gesellschaft und den Staat herrscht.

Das ist mal eine Aussage, die ja fast schon Inhalt hat. Welchen Teil genau meinst Du? Geschenkt, ich kann es mir denken. Mit Migrationshintergrund sind ungefähr 100% der deutschen Bevölkerung (und der weltweiten). Wie es in Deutschland definiert wird, also dass zumindest ein Elternteil nicht in Deutschland geboren ist, immer noch ca. 20 %, tatsächlich vermutlich deutlich mehr. Also ja, das gibt es bestimmt, dass davon welche Staat und Gesellschaft hassen. Das gibt es auch bei einem Teil der Menschen ohne Migrationsgeschichte. Veermutlich sogar bei einem grösseren Anteil. Und jetzt?

Man fühlt sich der Mehrheitsgesellschaft nicht Zuhörig und nutzt dann jede Möglichkeit die sich bietet um der den Stinkefinger zuzeigen.

Hast Du dafür irgendwelche Belege oder ist das deine gefühlte Wahrheit?

> Diese Milieus sind meisten in den Islamischen Einwanderergruppen.

Milieus, so so. Und hast Du auch dafür Belege oder ist es Deine gefühlte Realität?

Dort dann eher unter den Bildungsfernen und ärmeren Gruppen.

Und ja dann natürlich oft männlich.

Jetzt kommen wir der Sache näher: Knntest Du meinen, dass wir ein Problem mit armen, männichen jugendlichen ohne Perspektive haben? Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt? Jackpot! Aber sind das dann überall Ausländer oder Muslime? Gues what! Nein, die Gewaltneigung hängt vor allem vom Geschlecht (Männer, Männer und nochmal Männer), Alter (die Gewalttäter sind jung, die Biedermänner älter) und wirtschaftlicher Lage (arm, keine Perspektive) ab. Was hälst Du davon, wenn wir Täter verfolgen und nicht "Milieus"?


> Und ja solche Gruppen gibt es im Osten des Landes teilweise auch unter "Deutschen" massiv.

Auch im Westen übrigens. Und in allen anderen Ländern.

Dort wirkt sich das dann durch Zulauf rechter Parteien und Gruppen aus.

Nicht nur. Es gibt (vermutlich eine Minderheit) gewalttätige junge deutsche Männer, die nicht politisch getrieben und nicht koservativ sind.

Zudem ist es eine klare inhaltliche Falschaussage, es ist faktisch umgekehrt: Dort wo viele Ausländer leben, scheinen die Menschen damit kein grosses Problem zu haben und sie wählen eher progressive Parteien. In Gegenden mit geringem Ausländeranteil ist der Zulauf für rechte Parteien dagegen deutlich höher (nicht nur in Deutschland übrigens). Die Verbreitung von rassistischer Kackscheisse bringt zulauf für rechte Parteien. Heutzutage wahrscheinlich übrigens weniger, weil sie Leute mit dem Quatsch überzeugen, sondern vor allem, weil bereits vorher rassistisch denkende Menschen sich sicherer fühlen, öffentlich rassistisch zu denken und zu wählen. Man könnte also soziologisch mit einigem Recht sagen, dass ganze "man wird ja wohl noch sagen dürfen" und "free speach" geblabber die Aktivierung von Rassisten fördert. Deswegen nutzt es dass rechte politische Spektrum ja so exessiv in den letzte Jahren.

Das ist an dieser Stelle aber nicht das Thema.

Das stimmt:-)

> So jetzt haben wir das Problem.

Junge, perspektivlose und frustrierte Männer?

> Erklärung?
[quote]Gibt es viele. . [/quote]

Ich vermute es ist ein Mischung aus vielen Punkten. Perspektivlosigkeit, Ausgrenzungserfahrungen durch die "Mehrheit", fehlende Schulbildung, teilweise Elternhäuser die keine Werte vorleben (weil entweder gar keine da sind oder man aufgrund von Lebensumständen kaum Zeit hat was vorzuleben) etc. pp.
[quote]
Kann man jetzt noch ewig drüber diskutieren was dort in den letzten 40 Jahren schief gelaufen ist von allen Seiten.

Lösung?
Kurzfristig gar keine.
[/quote]

Lösung wofür genau? Junge Männer von Gewalt abzuhalten? Ein wichtiger Punkt wäre schnelle und gerechte Verfolgung von Gewalttaten. Heute ist es bspw. so, dass wir vor allem "andere" Menschen kriminalisieren und einsperren, also bspw. Migranten und Arme und damit weitere Kriminalität produzieren. Das sollten wir dringend ändern.

Zudem: hälst Du es für eine vernünftige Idee, diesen frustrierten, perspekivlosen Männern haufenweise Alkohl und Sprengstoff in die Hand zu drücken an Sylvester? Ich eher nicht, dass wäre aus meiner Sicht ein Ansatzpunkt, so etwas in Zukunft zu verhindern.


Langfristig: Eine Mischung aus Fordern und Fördern.

1.Hilfe in Form von Sprachkursen, 2ten Bildungsweg oder Hilfe für die Schulen massiv hochfahren. Auf gut deutsch: die entsprechenden Viertel mit dem besten austatten was Bildung und Geld leisten können. So die Anzahl der gefrusteten und gelangweilten deutlich runterbekommen.
Gezielte Anreize schaffen eine Lehre zubeginnen.

Wäre ich voll dabei, aktuell machen wir bspw. bei Flüchtlingen das exakte Gegenteil und schieben häufig die Leute ab, die sich bemühen. In Deutschland geben wir extrem viel Geld für die elitäre und universtitäre Bildung aus, vernachlässigen jedoch sträflich die Grundbildung und die Bildung für die Armen und sozial schwachen. Deswegen haben wir die geringste Bildungsdurchlässigkeit innerhalb der OECD. Das wäre etwas, worüber wir mehr reden sollten. Wird aber leider sofort abgewürgt durch "die ganzen Ausländerkinder machen unsere Bildung kaputt und ziehen unsere Arierkinder runter".


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