schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Mindestens ein toter Jugendlicher, einem Mann mussten beide Unterarme amputiert werden (Sonstiges)

majae, Muc, Montag, 02.01.2023, 15:53 (vor 1111 Tagen) @ Zico80

Solche Forderungen sind mMn nicht nur wenig durchdacht, sondern gefährlich aus meiner Sicht (was kein Vorwurf sein soll, sondern nur eine Feststellung). Begründung: Der Rechtsstaat ist stärker als jemals zuvor, die Verfassungsschutzbehörden sind aufgebläht ohne Ende, die Militärisierung der Polizei schreitet unaufhaltsam voran. Daran liegt es also nicht.

Ausserdem zeigen alle Studien, dass die härte der Strafen nur einen geringen bis gar keinen Einfluss auf Rückfälligkeit von Gewaltverbrechern hat.

Ich bin wahrlich kein Freund der law-and-order Fraktion, aber ich denke, dass die die Justiz in Berlin völlig überfordert/überlastet ist.
Wenn Jugendliche Straftaten begehen und erwischt werden, aber keine unmittelbare Konsequenz droht, weil die Akte unter irgendeinem Haufen verschwunden ist, dann werden sie eben weitermachen. Gerade im Bereich der Clan Kriminalität, haben ja einige Akten mit 50 und deutlich mehr Einträgen.
In Bayern gibt es diese Probleme kaum. Ich kann in München im „schlimmsten“ viertel nachts alleine rumlaufen und jeden blöd angucken, mir wird nie etwas passieren.* Mit dem Verhalten würd es in der Dortmunder Nordstadt keine Stunde dauern, bis ich Stress hätte. Aber in München hast du auch eine unglaubliche Polizeipräsenz. Am Kottbusser Tor in Berlin war bei meinen letzten Besuchen auch immer Polizeipräsenz, seitdem kann man dort auch nachts problemlos langlaufen, das war vorher nicht so.
Oder Beispiel Kiffen: findet in München öffentlich so gut wie nie statt, eben weil sonst Schnell die Polizei kommt und auch tatsächliche Konsequenzen drohen. Für so etwas hat die Polizei und Justiz in Dortmund oder Berlin überhaupt keine Kapazitäten, dementsprechend ist es dort mittlerweile pseudolegal. Mal völlig unabhängig wie man zu dem Thema steht. Die bayrische Politik ist strikt dagegen, schafft es aber - zumindest in München - auch aus der Öffentlichkeit herauszuhalten.
Die Aufrüstung der Polizei, die zweifelsohne in den letzten 20 Jahren stattgefunden hat, war wenig zielgerichtet bzw. ging in eine andere Richtung. Wir brauchen nicht mehr gepanzerte Fahrzeuge und Polizisten mit Maschinengewehren, wir sind hier nicht in Caracas. Es bräuchte aber mehr Präsenz in den entsprechenden Vierteln. Und ganz definitiv muss der Rassismus innerhalb des Apparats bekämpft werden!

* in München gibt es aber auch deutlich weniger Armut.

Zum Thema Abschiebungen:
Ist eine ganz problematische Forderung, eben weil die Problemfälle sich aus verschiedenen Gründen oft nicht abschieben lassen. Und das führt dann dazu, dass für die Statistik gut integrierte Menschen abgeschoben werden, damit der nächste Unionspolitiker seiner Wählerschaft gestiegene Zahlen präsentieren kann.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1524941 Einträge in 16387 Threads, 14353 registrierte Benutzer Forumszeit: 18.01.2026, 02:59
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln