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Mindestens ein toter Jugendlicher, einem Mann mussten beide Unterarme amputiert werden (Sonstiges)

Ulrich, Montag, 02.01.2023, 15:05 (vor 1111 Tagen) @ Scherben

Alle Länder in Europa sind friedlich zum Jahreswechsel, auch das in euren Naziaugen ja angeblich komplett islamisierte und afrikanisierte (ja was denn jetzt eigentlich?) und damit chaotische und gefallene Frankreich oder Belgien. Aber Schuld sind natürlich trotzdem die anderen, nur nicht die Kartoffeln.


Ich würde dir gerne zustimmen, allerdings wurden in Frankreich ca 700 Autos angezündet - überwiegend genau in den durch Migranten geprägten Stadtteilen und auch in Brüssel kam es zu Krawallen.

Wir haben in Europa ein größer werdendes Problem mit straffälligen Migranten. Das Problem wird weder gelöst, indem man ihnen alleine die Schuld daran gibt, aber auch nicht, wenn man es totschweigt oder gar verleugnet.


Vermutlich qualifiziert er bereits diese Denkweise als rassistisch, und ich kann das nachvollziehen. Wir stellen nicht die Mechanismen zur Diskussion, die dazu führen, dass Gewalt entsteht, sondern wir problematisieren die Gewalt an sich und setzen sie mit einem von vielen Faktoren gleich bzw. erklären diese monokausal durch jenen Faktor, den wir damit assoziieren.

Die begangenen Straftaten sind Sache der Strafverfolgungsbehörden. Aber darüber hinaus haben wir es mit gesellschaftlichen Fehlentwicklungen über eine lange Zeit zu tun. Dass junge Männer ohne irgend ein Unrechtsbewusstsein Straftaten begehen und dabei sogar Polizei und Rettungskräfte offen angreifen, ist vollkommen inakzeptabel.

Auf der anderen Seite aber herrscht z.B. in Neukölln bei Menschen mit Migrationshintergrund ein tiefes Misstrauen gegen Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte. Es hat hier über Jahre eine Reihe von Brandanschlägen u.a. gegen Menschen mit Migrationshintergrund gegeben. Die rechtsradikalen Tatverdächtigen sind lange bekannt. Sie wurden vom Verfassungsschutz beobachtet und von der Polizei beschattet. Trotzdem gelang es nie, schwerere Straftaten nachzuweisen. Es stellt sich hier durchaus die Frage, ob das nur auf Pech und Unvermögen zurückzuführen ist. In Berlin hat es mindestens ein Tötungsdelikt gegeben, das die gleiche Handschrift wie die Morde des NSU trägt - allerdings nach dem Auffliegen des NSU.

Dass es in der Berliner Polizei und Justiz Rechtsradikale gibt, ist ein offenes Geheimnis. Und leider ist man lange Zeit nicht entschlossen gegen solche Strukturen vorgegangen. Ein Mitarbeiter der Polizei beispielsweise hat vor einigen Jahren Daten von angeblichen Unterstützern des besetzten Hauses Rigaer Straße 94 Drohbriefe geschickt. Die Daten hatte er dem Polizeicomputer entnommen. Ergebnis: 3.500 Euro Geldbuße. Die Person ist wohl noch immer im Staatsdienst.


Hier muss auf beiden Seiten dringend etwas passieren.


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