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"Anschlussfrage" - Fazit zum Mehrwert der Challange (BVB)

Born-to-run, Samstag, 14.03.2026, 01:39 (vor 3 Stunden, 3 Minuten) @ CF

Wir haben viele Beispiele und Argumente genannt, die gegen Challenges sprechen und keines davon konnte widerlegt werden. Du sprichst von "Willkür" des VAR, die überhaupt nicht gegeben ist und gehst auf konkrete Fragen nicht ein. Als Fazit bleibt, dass Challenges keinen Mehrwert besitzen.

Sorry, wenn ich mich jetzt auch nochmal "durch die Hintertür" einklinke, aber diesem Fazit mag/kann ich mich nicht anschliessen. Ob "Willkür" jetzt die richtige Bezeichnung dafür ist, wenn in Spiel A der VAR bei einem Foulspiel eingreift und bei Spiel B in vergleichbarer Situation eben nicht, weiss ich nicht. Oder wenn der VAR eine Situation anders beurteilt als der Feldschiedsrichter. Genau dies sind doch aber die Dinge, die anschließend zu den hitzigen Diskussionen führen.

Bei der "Challenge" bliebe ( zumindest nach meinem Verständnis) der VAR außen vor und bleibt lediglich der Lieferant für die Bilder für den Feldschiedsrichter . Die dieser sich wiederum nur auf Verlangen des Teams, dass sich durch eine seiner Entscheidung "gravierend" benachteiligt sieht, anschauen wird, um selbige zu überprüfen.

Wenn man jetzt den Katalog dessen was man als "gravierend" anerkennen möchte eng genug fasst (z.B.: Fouls, Handspiele die zu Elfmetern führen (oder führen müssten), Fouls die Karten nach sich ziehen (was auch Notbremsen einschließen würde), und evtl sogar Abseitsentscheidungen (erläutere ich gleich noch)! Damit käme man auch wieder zur ursprünglichen Intention des Video-Beweises zurück, nur "klare" Fehlentscheidungen korrigieren zu wollen.

Auch dieses "Mikrometer-Abseits" könnte man damit beerdigen. Wenn ein Abseits gechallenged werden soll., wird dem Schiri nur ein Bild ohne kallibrierte Linien gezeigt. Entweder ist es dann eindeutig anders als es vom Schiri-Gespann bewertet wurde, oder die Entscheidung bleibt bestehen. Bei der Challenge bleibt der Feldschiedsrichter der Einzige, der Bewertungen vornimmt und damit letztendlich entscheidet!

Hierzu müssten, wie beschrieben die Challenge-Gründe eng genug definiert werden. Und außerdem die "Eingriffsschwelle" für die Coaches hoch genug sein, damit diese auch nur "challangen" wenn sie sich selbst total sicher sind "verpfiffen worden zu sein. Und zwar ohne selbst vorher ein Video-Studium vorgenommen zu haben.
Er muss sich binnen (mal so aus dem Bauch heraus) 5-10 Sek nach dem Ereignis, dass er überprüft haben möchte, entschließen (beim 4.Schiedrichter) die Challenge zu beantragen. Also auf Basis seiner Wahrnehmung der fraglichen Situation in Realgeschwindigkeit.

Evtl könnte man darüber nachdenken, ob auch der Mannschaftskapitän eine Challenge aussprechen darf. Damit Challenges nicht als taktisches Mittel missbraucht werden, bedarf es hierfür auch einen Sanktionskatalog. Wenn durch die Challenge keine Korrektur nach sich gezogen hat, z.B. der Verlust weiterer Challenges, oder der Verlust einer Wechseloption. Vielleicht könnte man auch über eine Zeitstrafe nachdenken, oder über einen Freistoß aus gefährlicher Position für die gegnerische Mannschaft.

Das ist jetzt vielleicht nicht alles bereits der Weisheit letzter Schluss. Aber wenn sich da ein paar schlaue Köpfe genug Gedanken machen, wird man (denke ich) zu geeigneten Sanktionen kommen. Man sollte sich schon sehr sicher sein müssen, dass die Challenge berechtigt ist.

All diese Überlegungen lassen mich daher zu einem anderen Fazit kommen. Die Challenge erscheint mir der einzige Weg den ursprünglichen Gedanken des Video-Beweises zu erreichen. Die Korrektur klarer Fehlentscheidungen.


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