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Neu auf schwatzgelb.de: VAR im Fußball: Warum der Videobeweis reformiert werden muss (BVB)

nico36de, Ruhrgebiet, Sonntag, 15.03.2026, 16:34 (vor 2 Tagen) @ markus
bearbeitet von nico36de, Sonntag, 15.03.2026, 16:43

Dein Ansatz wirkt auf mich ziemlich widersprüchlich. Einerseits kritisierst du technische Hilfsmittel als „physikalisch ungeeignet“, andererseits willst du KI-Abseitsüberwachung einsetzen. Die basiert genau auf solchen Messsystemen.

Dass DomJay den Ansatz nicht verstehen kann, glaube ich ja. Da reicht es halt nicht für Begreifen. Bei dir kann ich mir solche Beiträge aber nicht erklären. Was an dem Satz, dass technische Systeme nur eingesetzt werden sollen, wenn sie auch funktionieren, sagt aus, dass sie generell nicht eingesetzt werden sollen?

Gleichzeitig erklärst du Fairness zum wichtigsten Ziel, schlägst aber Mechanismen vor, die bewusst weniger überprüfen (Challenges, keine weiteren Prüfungen nach Verbrauch). Damit würden zwangsläufig auch falsche Entscheidungen stehen bleiben.

Das hat mal wieder 0,0 mit der Challenge zu tun! Was soll der Blödsinn, Nebenkriegsschauplätze aufzumachen, die sowohl beim VAR als auch der Challenge bestehen?

Zur Antwort dennoch: man muss das Ganze halt handelbar machen. Und da kann man eben nicht beliebig viele Challenges zugestehen. Zudem hat man nach meiner Vorstellung nur dann keine Challenge mehr, wenn die vorherigen zu einer negativen Entscheidung geführt haben. Außerdem finde ich persönlich diesen Nachteil sehr viel weniger schlimm als das Lottospiel, was den Eingriff der VAR angeht.

Außerdem ist das Team selbst schuld, dass es keine Challenge mehr hat und die Überprüfung unterbleibt nicht, weil ein VAR sie nicht will.

Und beim Abseits ist das Argument gegen Standbilder auch schwierig: Abseits ist definitionsgemäß ein Momententscheid. Den kann man physikalisch nur über einen konkreten Zeitpunkt bewerten – also genau über das, was du ablehnst.

Ich halte es im Sinne der Intention der Abseitsregel nur für unsinnig die Entscheidung mit irgendwelchen Linien zu zu bewerten und so ein Abseits zu generieren, das in der dynamischen Betrachtung keins ist. Allerdings - s. o. - lehne ich technische Systeme dann ab, wenn sich nicht funktionieren könnnen, wie die kalibrierte Linie aufgrund der Fehler für die raumliche Ungenauigkeit.

Es sollte eigentlich leicht verständlich sein, dass man mit der kalibrierten Linie nicht nachweisen kann, dass die Schulter des einen Spielers 2 cm weiter vorn ist als der Fuß des anderen, wenn die Fehler für die Positionen von Fuß und Schulter jeweils bei 28 cm liegen.

Mir fehlt da ehrlich gesagt die klare Linie: Entweder man nutzt Technik konsequent, um Entscheidungen möglichst objektiv zu treffen – oder man lässt es. Ein Mischsystem, das Technik gleichzeitig will und misstraut, überzeugt mich nicht.

Man muss nur lesen und verstehen können bzw. wollen, und schon lösen sich solche Zweifel in Luft auf.


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