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Was bringen Challenges? (BVB)

jniklast, Langenhagen, Samstag, 14.03.2026, 15:32 (vor 2 Stunden, 39 Minuten) @ TerraP

Ich zumindest, weiß nicht, ob der VAR wirklich „alles“ überprüft.

Davon ab teile ich Deine Einschätzung nicht: Man kann verschiedene Punkte identifizieren, an denen Fehler auftreten.

1. Überprüft der VAR - ja/nein?
2. Entscheidet der VAR nach einer Überprüfung einzugreifen - ja/nein?
3. Beurteilt der Schiri eine Situation nach einem Eingriff korrekt - ja/nein?

Meinem Gefühl nach entsteht tatsächlich die meiste Aufregung um die Punkte 1 und 2. Weil die auch nicht transparent sind.

Und ich finde, man sollte in jedem Fall die Chance ergreifen, die aus meiner Sicht unnötigen Fehlerquellen 1 und 2 so weit wie möglich zu eliminieren. Bei 3 gibt es ja keine Möglichkeit dazu.

Natürlich gibt es auch viele Varianten, wie man eine Challenge schlecht einführen kann. Volkers Artikel präsentiert aber m. E. eine recht smarte.

Ich persönlich würde lieber die Zahl der Challenges je Team und Spiel (nicht Halbzeit) auf zwei reduzieren. Und dafür nicht vorgeben, was gechallenged werden darf. Wenn jemand einen falschen Einwurf challengen möchte, kann er es ja versuchen.

Ich würde zudem über die Challenges hinaus nur noch weit gehend automatisierte technische Überprüfungen (Abseits, Torlinie) gestatten.

Dann wäre das System m. E. einfach, robust und würde zu nicht zu vielen Unterbrechungen führen, dafür zu einer netten zusätzlichen taktischen Herausforderung für die Trainer.

Bisher hat mich keins der Argumente gegen die Challenge hier überzeugt.

Also 1. ist relativ klar, geprüft wird eigentlich alles Wichtige. Ich weiß nicht, ob das dann wirklich ein Mehrwert ist, wenn man noch den falschen Einwurf korrigieren kann.

Der 2. Punkt ist meiner Meinung nach eben genau die Krux: Wenn der VAR eine Situation als so klar einschätzt, dass sie nicht dem Schiedsrichter gezeigt wird, dann sollte auch keine Challenge etwas daran ändern. Ich weiß, dass es in der Praxis natürlich nicht immer so ist, aber das liegt dann doch an Inkompetenz und nicht an den Regeln. Wenn eine Challenge dann zu einer Art Joker wird, um noch mal eine Chance auf eine Entscheidung für ein Team wird, dann läuft das der Unparteilichkeit meiner Meinung nach zuwider.

Und es bleibt halt das Problem, wenn die Challenges aufgebraucht sind auf der einen Seite und die taktische Verzögerung auf der anderen. Am Ende bleibe ich dabei, dass es keinen wirklichen Mehrwert gibt.

Und die Idee nur Challenges ohne VAR (bzw. stark reduziert), wird es wohl nicht geben, wenn die große Angst der FIFA ja schon ist, dass ein falscher Eckball das WM Finale entscheidet.

Letztlich wird das Challenge-System wohl nur dort eingesetzt, wo ein voller VAR zu viel Aufwand ist. So testet es ja auch die FIFA aktuell.


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