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"Anschlussfrage" - Fazit zum Mehrwert der Challange (BVB)

markus, Samstag, 14.03.2026, 06:27 (vor 8 Stunden, 36 Minuten) @ Born-to-run

Wir haben viele Beispiele und Argumente genannt, die gegen Challenges sprechen und keines davon konnte widerlegt werden. Du sprichst von "Willkür" des VAR, die überhaupt nicht gegeben ist und gehst auf konkrete Fragen nicht ein. Als Fazit bleibt, dass Challenges keinen Mehrwert besitzen.


Sorry, wenn ich mich jetzt auch nochmal "durch die Hintertür" einklinke, aber diesem Fazit mag/kann ich mich nicht anschliessen. Ob "Willkür" jetzt die richtige Bezeichnung dafür ist, wenn in Spiel A der VAR bei einem Foulspiel eingreift und bei Spiel B in vergleichbarer Situation eben nicht, weiss ich nicht. Oder wenn der VAR eine Situation anders beurteilt als der Feldschiedsrichter. Genau dies sind doch aber die Dinge, die anschließend zu den hitzigen Diskussionen führen.

Bei der "Challenge" bliebe ( zumindest nach meinem Verständnis) der VAR außen vor und bleibt lediglich der Lieferant für die Bilder für den Feldschiedsrichter . Die dieser sich wiederum nur auf Verlangen des Teams, dass sich durch eine seiner Entscheidung "gravierend" benachteiligt sieht, anschauen wird, um selbige zu überprüfen.

Das Ergebnis ist doch aber in der Regel dasselbe:
• Es ist so wenig passiert, dass der Schiri nicht einmal nachschaut.
• Nun wird der Schiri durch die Challenge zum Nachschauen gezwungen, aber es ist immer noch so wenig passiert, dass die Entscheidung nicht revidiert wird.

Nur ein völliges Übersehen einer Situation ließe sich damit korrigieren. Das passiert aber selten. Die Challenges würden jedoch fleißig genutzt werden, um diese eine übersehene Situation unter vielen zu entdecken. Denn durch die Vereinsbrille wird dann natürlich jeder Quark kurz vor Schluss überprüft, auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur nur bei 1 % liegt.

Auch dieses "Mikrometer-Abseits" könnte man damit beerdigen. Wenn ein Abseits gechallenged werden soll., wird dem Schiri nur ein Bild ohne kallibrierte Linien gezeigt. Entweder ist es dann eindeutig anders als es vom Schiri-Gespann bewertet wurde, oder die Entscheidung bleibt bestehen. Bei der Challenge bleibt der Feldschiedsrichter der Einzige, der Bewertungen vornimmt und damit letztendlich entscheidet!

Wenn man schon Technik zur Entscheidungsfindung nutzt, ergibt es wenig Sinn, bewusst auf den aktuellen Stand der Technik zu verzichten. Entweder man arbeitet mit kalibrierten Linien und versucht, die Situation möglichst objektiv zu bewerten, oder man lässt die technische Überprüfung ganz bleiben und vertraut ausschließlich der Wahrnehmung des Schiedsrichters. Ein Mittelding – Technik einsetzen, aber ihre präzisesten Werkzeuge bewusst nicht nutzen – wirkt wenig konsequent.


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