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Ermittlungen gegen Till Lindemann eingestellt (Sonstiges)

Nietzsche, Mittwoch, 30.08.2023, 09:37 (vor 873 Tagen) @ Scherben

Genauso in der oben angehängten Süddeutsche Mitteilung:

Zwei Frauen, die zu ihrem Schutz in der Öffentlichkeit anonym bleiben wollten, gaben gegenüber der SZ an, die Begegnungen im Nachhinein als missbräuchlich oder gewaltvoll erlebt zu haben. Ihre Identitäten sind der SZ bekannt, sie haben ihre Angaben an Eides statt versichert.

Eine kleine aber feine Manipulation, es wird der Eindruck erweckt, dass da doch noch was dran ist, die armen Frauen haben bloß Angst in der Öffentlichkeit angegangen zu werden, sie haben es ja eidesstattlich versichert!

"Eine Versicherung an Eides statt muss vor einer dazu legitimierten Behörde erfolgen. Andere manchmal ebenfalls als „eidesstattlich“ bezeichnete Versicherungen oder Erklärungen wie beispielsweise gegenüber Medien haben keine rechtliche Relevanz."

Quelle:
wikipedia.de

Ganz miese Tricks seitens „Qualität“ Presse.


Genauso kann man Deinen Fettdruck als "miesen Trick" qualifizieren, wenn man will.

Nicht wirklich. Seine Hervorhebung entspricht genau seiner These und suggeriert keine Fakten, die nicht da sind. Eine Kenntlichmachung ist ja nicht per se ein Täuschungsversuch.

Solche Versicherungen haben keine rechtliche Relevanz, aber daraus folgt ja per se erstmal nicht, dass sie nicht dennoch hinsichtlich der Glaubhaftigkeit der Zeuginnen Relevanz haben können.

Doch, genau das folgt daraus. Dass die Zeugin gegenüber der Zeitung etwas eidesstattlich versichert, macht die Äußerung eben genau nicht glaubwürdiger, als wenn sie es einfach so sagte.

Wenn man einer dazu legitimierten Behörde gegenüber eine eidesstattliche Versicherung abgibt, so ist ja genau die rechtliche Relevanz der entscheidende Punkt. Die gesamte Konstruktion der eidestattlichen Versicherung ergibt überhaupt nur dann Sinn, wenn sie mit rechlicher Relevanz erfolgt. Ohne diese ist sie bedeutungslos.

Dass die Zeitung diesen Taschenspielertrick benutzt, bedeutet natürlich nicht, dass die Zeugin unglaubwürdig wird. Es bedeutet nur, dass die Autoren ahnungslos oder bösartig sind. Das muss man klar auseinanderhalten!


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