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Unschuldsvermutung? (Sonstiges)

BukausmTal, Wuppertal, Mittwoch, 30.08.2023, 23:58 (vor 872 Tagen) @ FourrierTrans

Na dann mal los - du kannst da bestimmt noch mehr anstoßen :)
Dann hätte dieser Unsympath Lindemann mit seinem abstoßenden Gehabe ja doch noch was Gutes bewirkt^^


Ich sehe mich als moralisch nicht so erhaben, wie das wohl mittlerweile viele Deutsche tun, um andere Menschen in die moralische Verbannung zu schicken (nachdem die juristische Sachlage klar definiert wurde) und dabei teilweise nicht einmal die gesamte Situation im Detail zu kennen.>

Natürlich muss man mit Vorverurteilungen vorsichtig sein.
Nur heißt eine Verfahrenseinstellung keinesfalls, dass L. unschuldig ist.
Der Rechtsstaat schützt im Zweifel eben auch die Rechte des Täters, wenn es keine eindeutigen Beweise gibt. Was ich manchmal fast unerträglich finde, aber grundsätzlich nicht in Zweifel ziehe.

Leider gibt es in der Realität sehr sehr viele Opfer sexueller Gewalt, die nicht zur Polizei gehen und keine Anzeige aufgeben..
Sei es aus Scham, aus der Befürchtung, dass ihnen nicht geglaubt wird, aus dem Willen, nicht wieder mit der Tat konfrontiert zu werden und die Tat so wieder erleben zu müssen, aber auch aus der Furcht vor Polizeibehörden, Verhören, Gerichtsverhandlungen, gegenerischen Rechtsanwält/inn/en,
Medien, sozialen Medien, Nachbar/inne/n....
Leider ist das alles sehr gut nachvollziehbar.

Bei L. ist die Anzeige vielleicht noch schwieriger, weil die Opfer -sollte sexuelle Gewalt stattgefunden haben- als Fans vor der Tat den Täter eher angehimmelt haben.
Das kennt man auch von anderen Beispielen, dass die Anzeige gegen solche von den Opfern bewunderte oder angehimmelte Personen schwerer fällt.
Man halte sich nur mal vor Augen, wie viele Priester ohne angezeigt zu werden, jehrzehntelang ihr Unwesen getrieben haben...

Bei L. glaube ich persönlich nicht an seine Unschuld. Dazu später mehr.>

Ich plädiere lediglich dafür, dass diejenigen, die ein derart reines Gewissen haben, dann auch konsequent bleiben. JFK war nur ein Beispiel, dass in der deutschen Öffentlichkeit weiterhin sehr gut wegkommt, trotz seiner manischen Sexsucht in Kombi mit der nur denkbar mächtigsten Position der Welt. :-)>

Ich finde, dass eine Ebene bei dem Vergleich JFK/ L. (die historische Bedeutung mal außen vor) bei dir zu kurz kommt.
Bei L. geht es (mir) nicht um Sexsucht, sondern um sexuelle Gewalt.
Und abgesehen von den konkreten Vorwürfen beginnt die schon weit vorher.

"Ich schlafe gerne mit dir wenn du schläfst, wenn du dich überhaupt nicht regst.
Und genauso soll es sein (so soll das sein so macht das Spaß), etwas Rohypnol im Wein (etwas Rohypnol ins Glas)."
Lindemanns "Lyrik" von 2020 ist die wohlwollende Beschreibung einer Vergewaltigung einer durch illegaler Zufuhr von Narkosemitteln wehrlos gemachten Frau.

Ich habe mir ein Video von ihm angeguckt, das an Gewalt gegen Frauen schwer zu überbieten ist.
Frauen sind darin gefangen gehaltene Objekte, und sie sind Objekte seiner sexuellen Machtausübung.
Ich habe selten so etwas Widerliches gesehen.
Man könnte ja eventuell über die megagroßen Penisdarstellungen auf seinen Konzerten lachen, aber der Typ kokettiert mit Vergewaltigungen übelster Art. Seine Darstellungen von Frauen ist einfach menschenverachtend.

Und in dem Kontext glaube ich persönlich eher, dass die Vorwürfe , die public wurden, zutreffen, als, dass an alldem nichts dran ist.
Schade, dass das Arschloch ungeschoren davonkommt.


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