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BVB-Stellungnahmen zu Fällen sexuellen Missbrauchs – aktueller Stand (BVB)

uwelito, Wambel forever, Samstag, 28.02.2026, 12:33 (vor 5 Tagen) @ Kutte92-

Vor ein paar Tagen erst hat man den Rücktritt von Børge Brende, dem früheren norwegischen Außenminister und Präsident und CEO des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos gesehen. Wegen seiner Verbindungen zu Jeffrey Epstein und NACHDEM diese öffentlich bekannt wurden. Da habe ich mir noch gedacht, dass es mal nice wäre, wenn einer dieser Schmierlappen Verantwortung übernimmt, bevor etwas öffentlich wird. Denn nur das würde zumindest ansatzweise glaubwürdig machen, dass man irgendetwas bereut. Alles abstreiten, bis es nicht mehr geht ist das Gegenteil. Beim BVB scheint es eher daraufhin hinauszulaufen, die Verantwortung einem einzigen Präsidenten zuzuschreiben (der bei allem, was ich mittlerweile weiß, sicherlich die Hauptverantwortung trägt). Auch das ist eine moralische Bankrotterklärung. Bisher hat nur Lunow auf der JHV 2025 versucht, die richtigen Worte zu finden und sowas wie Verantwortung zu übernehmen. Es wird Zeit, dass sich das ändert.


Ich befürchte, auf so etwas wird man vergeblich warten. Das große Wegducken hat doch längst begonnen.
Man muss sich halt immer wieder klar machen, dass es hier nicht um irgendeinen beliebigen, unbedeutenden und unbekannten Mitarbeiter geht. Das kommt in der öffentlichen Wahrnehmung auch viel zu kurz, meiner Meinung nach.

Wir reden über jemanden, der über Jahrzehnte allerhöchste Ämter beim BVB bekleidet hat und noch in den 90er-Jahren hinter Niebaum und Meier so etwas wie die „Nummer drei“ in der Führung von Borussia Dortmund war.

Und eine zentrale Rolle spielen da natürlich auch die intensiven, persönlichen Beziehungen, die der Täter im Verein hatte. Reinhard Rauball war mit dem Mann seit den 70ern befreundet, in den 80ern haben beide als Präsident und Geschäftsführer extrem eng zusammengearbeitet und viele wichtige Entscheidungen in enger Abstimmung getroffen, sei es bei Spieler-Transfers oder in wegweisenden, finanziellen Fragen rund um den BVB. In diesem Licht muss man wohl auch das skandalöse Verhalten und Handeln von Rauball im Zuge des Skandals sehen. Da hat einer schlicht und ergreifend einen alten Weggefährten gedeckt.

Der Täter war per Du mit allen wichtigen Personen im Verein, auch in den 90ern-Jahren noch ganz nah an der Profimannschaft. Das war ein Kumpel von Leuten wie Dickel, Sammer oder Ricken. Der hat später noch jahrelang in gemütlicher Runde des Ältestenrats mit Leuten wie Held, Lünschermann, Huber oder Kutowski gesessen. Jeder von denen weiß ganz genau, wer dieser Mann ist.

Wie gesagt: Jahrzehntelange Freundschaften, Bekanntschaften, Beziehungen. Welche Fragen stellen die alle sich rückblickend wohl?

Ich kann mich deinen Worten nur anschließen. Es ist auch keine Erwartung, die ich äußere, sondern eine Forderung. Ich finde, dass wir es diesen Menschen, die da in ihrer Kindheit oder Jugend Opfer wurden, schuldig sind, für den notwendigen Druck zu sorgen. Was den Mitwissern, Wegsehern und Schutzpatronen derweil noch in die Karten spielt ist die Tatsache, dass der Name des Täters weiterhin nicht öffentlich genannt wird.


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