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55% in Staßfurt (Politik)

stfn84, Köln, Dienstag, 08.09.2026, 09:32 (vor 13 Stunden, 0 Minuten) @ Pa1n

Sorry, da hätte ich vielleicht klarer herausstellen können, dass ich in erster Linie die Parteien meinte.
Viel zu oft war es doch keine inhaltliche Auseinandersetzung, bei denen man auf die diametral abweichenden Zielsetzungen und Politikinhalte ankam. Stattdessen wurde die AfD analog zu den Wählern gebrandmarkt. Insbesondere die ostdeutschen AfD-Wähler werden doch seit (geschätzt) einer Dekade dafür beleidigt, dass sie wahlweise zu dumm oder zu rechts sind.

Auch durch die steten Vorwürfe an all Jene die heute mit Freude AfD zu wählen scheinen, hat man sich diese sektenähnliche Partei nun herangezüchtet. Man hat es ihnen leicht gemacht sich als Opfer zu sehen:
Seht her, die reden nicht mal mit uns - die grenzen uns nur aus und sagen wir wären alle Nazis (bzw. ihr als Wähler wäret es). Diese Story verfängt offensichtlich bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung, sonst kann ich mir die 30% im Bund nicht erklären.

Dass man mittlerweile eben nicht mehr inhaltlich miteinander in den Dialog treten kann, ist aber ja nun kein reines AfD Phänomen sondern zu einem guten Teil auch Zeitgeist.
Wir haben uns doch in weiten Teilen abgewöhnt ergebnisoffen zu diskutieren oder andere Meinungen dezidiert anzuhören, zu bewerten und das subjektive Urteil ggf. sogar zu verändern.

P.S.:
Auch in diesem Forum geht es oft gut genug zur Sache - da wurden auch schon Leute mit anderer Meinung gerne mal als Marionette bezeichnet, weil man eben ein andere Auffassung vertritt.
Womöglich gibt es hier eben auch sektenähnliche Zustände ;-)


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