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Führungsfigur (Politik)

Pfostentreffer, Dienstag, 08.09.2026, 19:07 (vor 9 Stunden, 5 Minuten) @ Professor Bienlein

Wer Politiker – bis tief hinein in demokratische Parteien – hemmungslos als „Rassisten“, „Nazis“ oder sonst etwas beschimpftww, nur weil sie einem politisch nicht passen, darf sich irgendwann nicht darüber wundern, wenn solche Begriffe ihre abschreckende Wirkung verlieren.

Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, weil jemand in einer demokratischen Partei ist, kann man kein Rassist sein. Das ist doch offensichtlich falsch und kann wohl kaum dein ernst sein.

2017 waren 57 % der Bundestagsabgeordneten Ex Unionler. Verstehe ich dich richtig, dass du sagst, vorher durfte man sie nicht als Rassisten bezeichnen, weil sie in Der CDU waren? Massen, Chrupalla, Weidel, Gauland, Steinbach, Otte, Krah und viele viele mehr. Erst nach dem Eintreten in der Afd darf man sie dann als Rassisten bezeichnen oder wie soll ich dich verstehen? Und warum überhaupt dann, die AfD sag ja auch, dass sie Demokraten sind?

Und wenn Merz kein Rassist ist, wer bitte dann?

Er hat sich wiederholt in der Öffentlichkeit eindeutig - und bewusst - rassistisch geäussert. Die kleinen Paschas, das Stadtbild, Asyltourismus, die Zahnarztermine etc. Schon vor über 25 Jahren war es der Rassist Merz, der die Leitkultur Debatte initiierte.

Er hat mit der AfD zusammen für "seinen" 5 Punkte Plan gestimmt, der 1:1 die Forderungen der AfD von vor einigen Jahren umsetzt. Die lässt er ausführen und ignoriert dabei die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, was ein klarer Angriff auf Gewaltenteilung und Demokratie ist, nur um die rassistische Politik umzusetzen.

Nahezu alle seiner Äusserungen in Bezug auf Migration sind grob irreführend (meistens eindeutig falsch), fast immer problematisierend, häufig abwertend und ausgrenzend


Was muss denn für dich sonst noch erfüllt sein, damit man jemanden als Rassist bezeichnen darf? Eindeutiger wird es kaum mehr werden.

Wer ständig „Nazi“ ruft, wenn er eigentlich nur „anderer Meinung“ meint, entwertet den Begriff.

Ist das ein schlechter Scherz? Du denkst, Rassismus ist nur eine "andere Meinung"?

<Und wer jeden politischen Gegner zum Rassisten erklärt, sorgt dafür, dass tatsächlicher Rassismus irgendwann kaum noch von einer politischen Diffamierung zu unterscheiden ist.

Wer macht das denn? Friedrich Merz ist eindeutig Rassist. Die Auflistung der Belege steht oben. Über überzeugende Gegenargumente ausser "Man darf Rassisten aber nicht Rassisten nennen" würde ich mich freuen. Ebenso über ein anderes passendes Wort für Merz. Weil "nicht Rassist" ist ja offensichtlich falsch, wie die Auflistung oben belegt.


Das ist nicht nur sprachlich problematisch, sondern politisch gefährlich: Wenn die Grenze zwischen demokratischer Meinungsverschiedenheit und tatsächlichem Rechtsextremismus ständig verwischt wird, stumpfen Menschen ab.

Die Grenze ist längst verschoben. Die Union setzt längst die von der AfD geforderte Politik um. Nicht nur in Deutschland, sondern sorgt dafür, dass europaweit die rassistische Politik der Afd nun Gesetz wird. Entsprechend konsequent hat Spahn dann auch versucht, beide Parteien zusammen zu bringen. Hast du das alles verpasst?

<Dann werden auch berechtigte Warnungen vor Rechtsextremismus irgendwann nur noch als weitere politische Kampfparole wahrgenommen.

Wie soll man denn Rassisten wie Merz, die eben keine Faschisten sind nennen deiner Meinung nach, damit man diese sensibelen Rechten bloss nicht verschreckt? Appeasement hilft leider nicht.


Wer Rechtsextremismus wirklich bekämpfen will, sollte deshalb mit diesen Begriffen nicht inflationär, sondern präzise umgehen.

Absolut. Exakt das habe ich oben getan. Merz ist eindeutig Rassist. Entsprechend muss man es auch so bennen.

<Sonst erreicht man am Ende womöglich genau das Gegenteil dessen, was man eigentlich beabsichtigt: Man treibt Menschen nicht weg vom Rechtsextremismus, sondern macht sie taub für die Warnungen davor.

Die Angst kann ich dir nehmen. Das ist nicht der Fall. Im Gegenteil ist eben die Normalisierung von Diskriminierung und faschistischen Gedanken und Narrativen der Weg zum Erfolg des Faschismus, wie wir aus der Forschung wissen. Entsprechend sollte man das eben auch benennen, wenn man es sieht.


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