schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Ihr feiert den Kommerz, aber im Fußball ist es ein No-Go? (Spieltage)

koom, Montag, 12.02.2024, 13:33 (vor 17 Tagen) @ Baffy

Wenn ich in USA bei NFL Spielen war, dann war allen bewußt, das man an erster Stelle ein Event besucht.

Im Grunde wie im Fußball (und anderen Sportarten) ja auch. Es ist ja überhaupt nicht mehr so, dass "da unten" die "Jungs" spielen. Wo das vor 20 Jahren vielleicht noch ein Stückerl so war bei manchen Vereinen, wo noch der ein oder andere Vertragsamateur in der Mannschaft stand, sind das heute alles durch die Banks Ich-AGs, von denen fast keiner auch nur im Ansatz ein Leben bis dahin geführt hat, das auch nur im mindesten vergleichbar wäre mit dem, was die Leute auf dem Stehplatz so erlebt haben.

Aber immer noch erschafft man sich eine Art Folklore, eine Art Parasocial-Relationship, wo man denkt, dass das "meine Jungs" sind.

Insgesamt ist Amerika, sehr anders in der Gesellschaft aufgebaut und organisiert. Vereinsstrukturen wie hier in Deutschland kennt man dort weniger.

Ja, das ist dort erheblich mehr durch Collegesports im Allgemeinen abgedeckt. Der im Niveau dann auch schon SEHR hoch ist in vielen Sportarten. Generell das es Sportstipendien gibt, wo konkret gefördert wird auf hohem Niveau macht sich da auch bemerkbar.

Der Fußball war hierzulande halt eher "Sport für jeden", auch und gerade für Leute ohne Schul- oder Arbeitsbezug. Die Leute aus der Zeche die kicken gehen usw. Demzufolge steckt im deutschen Fußball auch immer noch eine gute Portion Klassenkampf drin, auch wenn das vollkommen albern ist heutzutage.

Ich kann mir vorstellen, das darin auch ein bisserl das Rebellenartige, das gerne auch mal in Gewalt oder Assi-Verhalten (Urin im Becher) sich äussert begründet ist. Wo im US Sport eventuell reinsickert, dass es die Kinder/Teenager, die man dort groß werden sieht im System, ist es beim Fußball eben Freizeitbeschäftigung für die finanziell und sozial Schwachen.

Eigentlich ist der Amerikaner ein durchaus sozialer Mensch, aber komplett anders organisiert als hier in Europa. Was wir unter sozial (staatlich) verstehen, wäre dort eine Enschrämkung der Freiheit, welche nicht akzeptiert würde. Beide Seiten haben ihr Vor- und Nachteile.

Ja, Gesellschaftlich mag ich da gar nicht groß ansonsten vergleichen. Die USA haben da auch massive Probleme und sind da auf einem sehr unguten Weg.

Von daher interessiere ich mich sehr für Football bin aber Mitglied und Dauerkartenbesitzer bei Borussia Dortmund. Da ist mein Herz.

Man darf ja mehr als ein Hobby haben. :)


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1202513 Einträge in 13409 Threads, 13722 registrierte Benutzer Forumszeit: 29.02.2024, 22:32
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln