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Ihr feiert den Kommerz, aber im Fußball ist es ein No-Go? (Spieltage)

koom, Montag, 12.02.2024, 14:04 (vor 159 Tagen) @ Sascha

Aber haben sie mit guten Mitteln einfach schlecht performed, oder waren sie von Anfang an personell so aufgestellt, dass sie eigentlich keine Chance hatten?

Ich bin nicht supertief drin und auch erst frischer Fan, aber ich les gerne alles mögliche dazu. So wie ich es verstehe, sind sie im Umbruch. Sie haben eine Menge Rookies im Kader, die (gerade offensiv) noch nicht so viel draufhaben, aber besser werden.

Also ein bisserl was von beidem. Defensiv hat man Qualität, offensiv hing vieles an Mahomes, Kelce und Pacheco. Das ist halt auch so eine Sache der Balance, weil du dir kein Allstar-Team zusammenkaufen kannst, sondern mehr haushalten musst.

Wie gesagt, diese Form der Dominanz, ist für die Bundesliga nicht gut. Aber ich finde es schon gut, dass es mit Bayern eine Mannschaft gibt, an der sich dauerhaft alle reiben können und die es zu schlagen gilt.

Sowas hast du da aber auch. Gewisse Vereine sind auch da immer relativ stark, weil sie ein gutes Management und Coaching haben.

Ich fände eine Liga nicht wirklich reizvoller, in der Bayern München künstlich klein gemacht werden würden und dann andere turnusmäßig erstarken. Fußballerisch könnte dann ein Titelkampf zwischen Augsburg und Freiburg zwar ansprechend sein, aber mir würde da einfach die "Aura" bei den Vereinen fehlen, um mich wirklich mitzunehmen.

Naja, das ist aber auch Äpfel und Birnen. Vereine werden ja nicht künstlich klein gemacht. Keiner nimmt ihnen Spieler weg, aber durch ein Salary Cap wird eben ein Allstar-Team verhindert, das nur durch Geld zusammengekauft wird. Mit Topscouting, Management, Coaching kannst du trotzdem über lange Zeit dominant sein, aber du musst dann eben mehr machen, als nur auf irgendwelche historischen Werte zu verweisen, damit du mehr Geld kriegst (wie es die Bundesliga macht).

Strukturell ist der US Sport schwierig zu übertragen. DAs fängt ja schon damit an, dass die Landesmeisterschaft sich schon größer anfühlt, weil es pro Bundesstaat etwa ein Team gibt. Und ein Bundesstaat hat da dann schon mal gerne die Flächenausmasse wie ganz Deutschland.

Aber andererseits: Hätte man Salary Cap schon länger hier, wären Augsburg, Freiburg & Co. vermutlich auch deutlich weniger graue Mäuse, wären sportlich relevanter, würden auch lokal mehr Fans anziehen, dadurch vollere, munterere Stadien. Momentan überlegst du ja zweimal, ob du 20-XXX Euro latzt für einen Kick, der spätestens in der 2. Saisonhälfte bedeutungslos ist, weil es nur noch darum geht, 11. oder 8. zu werden.

Anders gesagt: Indem du erlaubst, dass 1-2 Vereine finanziell und sportlich meilenweit enteilen, entziehst du die restlichen Klubs einem Großteil ihres Reizes. Deswegen kommt die 2. Liga oft bei vielen so gut an, weil es da überall um was geht und finanziell vergleichweise mehr ein Niveau herrscht.


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