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Wer Niko Kovac im Sommer raus wirft, macht sich selbst zum Freiwild (Spieltage)

Brulence, an der Ruhr, Samstag, 18.04.2026, 21:26 (vor 1 Tag, 1 Stunden, 30 Min.) @ Kruemelmonster09

Wir können über das unkreative und unattraktive Spiel reden. Kein Thema.

Ein Fan darf auch fordern, dass die Personalie des Trainers hinterfragt wird.
Ich gehe da nicht mit, aber verstehen kann ich das durchaus.

Fakt ist aber, dass der Verantwortliche, der Kovac im Sommer raus schmeißt sich selbst zu Freiwild erklärt.
Niko Kovac hat einen Punkteschnitt von 2,09. Er hat in den letzten 42 Bundesliga Spielen 6 Spiele verloren. In den letzten 38 Bundesliga Spielen ganze 4.
Klammern wir die letzten beiden Spiele aus, waren es 2 in 36 Spielen - beide gegen die absolute Übermannschaft.

Er hat es geschafft diese Schlendrian Spiele gegen die Bochums, Augsburgs und Heidenheims dieser Liga abzustellen.

Ich sage nicht, dass er damit für immer bleiben sollte. Ich sage nicht mal, dass es Majestätsbeleidigung wäre in diesem Sommer es zumindest mal zu diskutieren (auch wenn sich das falsch anfühlt).

Ich sage aber:
Ich möchte nicht in der Haut der Entscheider stecken, die am Ende ein Aus zu verantworten hätten.
Jeder Trainer, der nicht mindestens sicher zweiter wird und nicht mindestens bis zum Ende der Hinrunde den Traum auf einen offenen Meisterschaftskampf wecken würde, wäre ein Rückschritt und somit ein Fehler.

Sollte nicht sowas absolut absurdes und unwahrscheinliches auftreten, wie dass sich ein Alonso gerade zu selbst aufdrängt, wäre das ein Spiel mit dem Feuer.

Und nicht vergessen:
Auf jeden Xabi Alonso kommen 100 Nuri Sahins und Sandro Wagners.

Ich kann Deine Argumentation im Übrigen genauso nachvollziehen - wenngleich ich eine Trennung, so doof das bei den von Dir aufgeführten Statistiken klingt, für absolut zwingend erachte.

Zum Einen halte ich Book und Kovac in ihrer Art des fussballerischen Denkens für kaum kompatibel. Book sprach auf seiner Antrittsrede davon für mutigen und offensiven Fussball zu stehen. Kovac ist ein 100%iger Pragmatiker.

Ja,er hat uns stabilisiert. Den gegenüber steht weitestgehend eine fussballerische Idee:

Der Diagonalball auf Ryerson und dann gibt's langen Hafer in den Sechzehner. Wir bieten keine Kreativität und keinerlei Lösungen im Spielaufbau. Wenn ich die kurzen Anstöße von Schlotterbeck auf Kobel sehe, der den Ball dann lang drischt, werde ich mittlerweile schier verrückt. Wenn ich diese Variante wähle, dann mit dem Ziel,geordnet nach vorne zu spielen. So wie es ausgeführt wird, ist es pures Alibi.

Ja, das kann nicht immer funktionieren, aber ich sehe keine Weiterentwicklung und keine tiefergehende Spielidee.

Mir fehlt schlicht die Phantasie dazu, dass Kovac plötzlich neuen Input liefert und von seiner sehr pragmatischen Linie abweicht. Und gleiches gilt entsprechend für den Einbau junger Spieler, die von Anfang an ein sehr enges Korsett aufgezwungen bekommen.

Die rein fussballerische Entwicklung bzw eben die Nicht-Entwicklung spricht gegen Kovac und ich glaube, dass das beim Festhalten an ihm nicht mehr lange gut gehen wird.

Auch jetzt wieder ein "so doof es auch klingt":
Fussball sollte bei allen wirtschaftlichen Zwängen auch eine unterhaltsame Komponente bieten. Vor allem dann wenn wenn man,wie wir, national aus einer Situation der relativen Stärke agieren kann. Diese Stärke, den Unterschied zwischen uns und dem Rest, insbesondere dem deutlich schlechteren Rest, habe ich viel zu selten sehen und spüren können.


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