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Heute an der Tanke (Politik)

Ulrich, Donnerstag, 02.04.2026, 11:25 (vor 4 Tagen) @ FourrierTrans

Ich halte das Problem der jetzt schon verursachten Folgen für schlimmer, als die Sorge um einen langjährigen Krieg. Keiner der Beteiligten kann das auf Dauer durchhalten, ohne selbst in größte Bedrängnis zu kommen und irgendwann werden sich auch weitere Player wie China einschalten.

Ich befürchte, da liegst Du falsch. Die Mullahs, etc. haben nach eigener Auffassung nichts mehr zu verlieren. Das Land ist in Trümmer gebombt, viele Mitglieder der Führung tot. Und man geht davon aus, dass die USA die Angriffe fortsetzen wird, ggf. nach einer Pause von einigen Monaten. Gleichzeitig hat man aber ein Druckmittel. Man führt erfolgreich einen Wirtschaftskrieg gegen den Westen, insbesondere gegen die USA. Man versucht zudem einen Keil zwischen die USA und ihre Verbündeten sowohl im Golf als auch in der EU, etc. zu treiben. Das hat auch deshalb Erfolg, weil Trump sie darin unterstützt. In Saudi-Arabien beispielsweise dürfte es nicht gut angekommen sein, dass Donald Trump erklärt hat, der saudische Kronprinz müsse ihm den Hintern küssen.

China hat sicherlich nicht genügend Einfluss auf den Iran, um das Land zum Einlenken zu bewegen. Zudem profitiert China aktuell politisch eher, und auch wirtschaftlich leidet man kaum. Der Iran lässt das für China bestimmte Öl und LNG passieren, das Öl stammt eh aus dem Iran.

Im besten Fall wird der Iran die Straße von Hormus noch lange teilweise blockieren, aber teilweise auch Schiffe passieren lassen. Im schlimmsten Fall werden die USA ihre Drohung wahrmachen und iranische Ölanlagen sowie Kraftwerke zerstören. Der Iran dürfte dann mit einer Totalsperrung der Straße und zudem mit deutlich verstärkten Angriffen auf die Infrastruktur der Golfstaaten antworten. Bereits jetzt sind beispielsweise in Katar Anlagen zur LNG-Produktion zerstört worden, die 17 Prozent der Gasmenge produziert haben. Die Wiederherstellung soll drei bis fünf Jahre dauern.

Vergessen darf man zudem nicht, dass es hier nicht nur um Öl und LNG geht. Vom Golf stammt beispielsweise ein Großteil der Grundstoffe für die Produktion von Kunstdünger oder auch Helium, das für die Produktion von Halbleiterbausteinen benötigt wird. Ergebnis des Krieges können Hungersnöte in der Dritten Welt und Produktionseinbrüche bei Integrierten Schaltungen, etc. sein.


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