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Reiche: Spritpreis wird nicht auf der deutschen Autobahn gebildet (Politik)

Pfostentreffer, Mittwoch, 08.04.2026, 15:21 (vor 1 Tag, 4 Stunden, 26 Min.) @ Pfostentreffer

Entsprechend habe ich mal eine Gegenfrage an dich:
Welche negativen Effekte auf diese oder andere Faktoren hätte denn ein Tempolimit?


Die Frage ist nicht nur, ob ein Tempolimit Vorteile hat, sondern ob seine Vorteile im Verhältnis zu den Eingriffen und Alternativen stehen. Die Eingriffe liegen ja auf der Hand: Eingriff in individuelle Freiheit (für viele realer Wert) und Zeitverluste auf bestimmten Strecken.

Ein Tempolimit so ziemlich der leichteste mögliche Einschnitt. Welche wäre noch leichter und hätte einen ähnlichnen Effekt? Welcher Einschnitt zur Senkung des CO noch günstiger als Gratis? Tempolimit ist eine absolut Low Hanging Fruit, falls man das heute noch sagt.

Das liegt nur auf der Hand, wenn man maximal eine Sekunde darüber nachdenkt und eine Freiheitsbegriff hat, der von der FDP geprägt ist. Zudem sind 2 positive Effekte quantitativ sehr sehr schwach im Vergleich zum oben aufgezähltem. Qualitativ sowieso.

Man darf auch Freiheit von unterschiedlichen perspektiven und Ebene anschauen. Ich empfinde den Eingriff in meine Freiheit grösser, wenn ich oder meine Kinder, Familie, Freunde wegen überhöhter Geschwindgkeit sterben als wenn ich nur 130 statt 190 fahren darf. Ich finde auch den Eingriff in meine Freiheit höher, wenn die Zivilisation durch zu hohen CO 2 Ausstoss untergeht, als wenn ich nur 130 statt 190 fahren darf.

Aber offensichtlich bewertest du es anders.


Ich halte nichts von reiner Symbolpolitik.

Symbolpolitik? Jetzt werde ich langsam sauer. Ich habe dir oben einen Haufen Effekte aufgezählt. Es ist also das Gegenteil von Symbolpolitik, es hat echte, krasse Effekte, während dein Effekt nur «Gas geben ist aber individuelle Freiheit» ist. Dass würde ich ja Symbolpolitik nennen, aber leider ist es noch negativer, da die reelen Effekte viel negativer sind. Wenn du sie umdrehst, hast du die Effekte von "kein Tempolimit", also zum Beispiel "Mehr Tote" und "Mehr Geld für Rechtsextreme Diktatoren mit Öl wie Putin".

Ein solcher populistischer Aktionismus ist sogar gefährlich.

Poplulistischer Aktionismus ist höchstens der jahrzehntelange der Fossilindustrie, dem du offensichtlich zu 100 % folgst. Oben stehen die Effekte (also das Gegenteil von "Populismus"), wie kommst du also zu dem Schluss? Poluplismus ist, den Leuten zu erzählen, sie sollen doch so schnell fahren wie sie wollen, dass sei Freiheit, und dabei zig Tote und zerstörte Familien sowie der Zerstörung unserer Lebensgrundlage zu beschleunigen.

Denn wenn der gewünschte Effekt ausbleibt, heißt es ganz schnell, dass die Politik schon wieder versagt habe. Ist ja bei der 12 Uhr Regelung nicht anders.

Vielleicht liegt der Fehler auch darin, den Leuten jahrzehntelang zu erzählen, dass Öl und Gas gar nicht so schlimm ist und man ruhig weitermachen kann und alles andere nur grüne Ideologie ist? Meinst Du, dass könnte knallen, wenn mal mehr Menschen checken, dass dem nicht so ist? Nur mal so als Überlegung.


Ich würde von Befürwortern auch eine saubere Abwägung erwarten.

Das grenzt echt an eine Frechheit. Die saubere Abwägung mit den Effekten steht oben. Du kannst gerne veruschen, jeden einzelnen Punkt zu widerlegen. Während ich deine - ganzen 2 - "positiven Effekte" hier im Beitrag sofort entkträften konnte. Du solltest also mal eine saubere Abwägung vornehmen.

Welches legitime Ziel wird verfolgt?

Mehrere, stehen alle in den vorherigen Beiträgen unter "Effekte".

Du behauptest, es geht um die Einsparung von Sprit. Veronika Grimm geht es jedoch um reine Symbolpolitik („kluges Signal“ setzen). Grünen Politiker Felix Banaszak geht es wiederum um den Preis.

ich kann nichts dafür, was andere Leute erzählen oder willst du jetzt von mir, dass ich dir erkläre wie Grimm etwas gemeint hat? Gerade Veronika Grimm lügt ständig. Ich muss mich ja wohl kaum für die Aussagen von anderen Leuten rechtfertigen, wäre ja noch schöner.


Offenbar sind sich Befürworter nicht einmal darüber einig, um was es eigentlich konkret gehen soll.

logisch. Es hat ja auch sehr viele positive Effekte, wie oben bereits aufgezählt (Gegen das Tempolimit gilt das übrigens offensichtlich nicht), es darf sich jeder den Grund seiner Wahl heraussuchen. Das unterschiedliche Menschen hier unterschiedliche positive Effekte ansprechen, ist ja wohl kaum verwunderlich. Man muss den Leuten auch nicht vorschreiben, aus welchen Gründen sie etwas gut oder schlecht finden, so von der Freiheitsperpektive gedacht.

Mal angenommen, es geht um die Einsparung von Treibstoff. Dann würde ich konkret dargelegt haben, wieviel Angebot vorhanden ist, wann das Angebot zur Neige geht und warum ausgerechnet das Tempolimit dafür sorgt, dass das nicht passiert.

Glücklicherweise ist nicht nur deine und meine Meinung komplett irrelevant, sondern auch, was du dargelegt haben möchtest.

Und Spoiler, das wird es nicht. Es gibt keine Massnahme, die dafür sorgt, dass das Angebot von Öl nicht ausgeht (ausser schneller und starker Ausbau der Erneruerbaren natürlich). Allein deswegen ist einsparen bereits sinnvoll, unabhängig von allem anderen, auch vom Irankrieg. Alles was dem entgegen steht ist eine verstümmelte, rein ideologische und extrem egoistische Ansicht des Begriffes "Freiheit" (ich schrieb ja oben schon «FDP geprägt:-).

Das ist schon sehr wenig gegenüber haufenweise Verkehrstoten unterstützen von rechtsextremen Diktaturen, die Öl verkaufen, mehr Staus, Naturkatastrophen etc., eben all das, was oben steht.

Frau Reiche behauptet bereits, dass genügend Angebot vorhanden ist. Kannst du das widerlegen?

Ja siehe oben, da muss man sich nur mal anschauen, was gerad allein wegen des Irankrieges in der welt abläuft.

>Wann laufen die Tankstellen leer und kann das ein Tempolimit verhindern? Nur dann wären die Einschränkungen verhältnismäßig.

Die ersten Tankstellen stehen schon still. Ganze Regionen werden nicht mehr beliefert, Schulen geschlossen, Fahrverbote, alles was oben aufgelistet ist.

Man kann es wirklich kaum lesen: Milliardenkosten, Hunderte Tote im Jahr und Zerstörung der Lebensgrundlagen aller Lebewesen: Verhältnismässig.

Die Toten Verhindern und einen Beitrag leisten, dass wir noch ein paar Jahre weiter leben können: Unverhältnisässig, weil man nur 130 fahren darf. Und die das Gegenteil denken wollen nur andere Bevormunden.

Muss direkt an Maja Göpel und Jörg Thadeusz denken.

Wenn ein Befürworter diese Fragen nicht beantworten kann, stellt sich die Frage, ob es ihm dann wirklich um die Sache geht, oder einfach nur um den Wunsch, eine vermeintlich einfache Lösung zu finden, die einen natürlich selbst nicht betrifft.

Mein Gott, diese Unterstellungen ist ja fast paranoid. Zum zigsten Mal: Ich habe seit 18 Jahren kein Auto, eben weil ich dazu nicht mehr CO2 ausstossen möchte als ich muss. Es geht aber nicht um mich oder dich, nicht darum meine schlechten Fähigkeiten auf der Autobahn sondern oder was ihr euch sonst noch für absurde Unterstellungen ausdenkt, nur die Sache und die tatsächlichen Effekte auf unsere Welt, unser Land, unsere Gesellschaft, unsere Volkswirtschaft. Zudem sind alle Fragen beantwortet.

Ist euer Gesinnungscheck nun abgschlossen und wir können uns auf die Sachargumente konzentrieren? Oder soll ich als Gegenunterstellung mal behaupten, euch geht es ja nur darum, möglichst viele Leute tot fahren zu dürfen und möglichst schnell die Zivilisation zu killen? Hälst du das für eine gute Diskussionsgrundlage?

Schlag doch zum Beispiel mal eine einfachere Lösung vor, die pro Jahr mehrere Millionen Tonnen (mehr, als teilweise ganze Länder ausstossen übrigens) CO2 einpart und die auch noch gratis ist wie das Tempolimit. Dann hätten wir eine echte Diksussion. Ich bin sehr gespannt auf deine sicher super lange Liste.

Weil das wir schnellstmöglich aufhöhren müssen CO 2 zu verbrennen zweifelst du ja hoffentlich nicht an, oder?


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