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Heute an der Tanke (Politik)

Ulrich, Donnerstag, 02.04.2026, 18:44 (vor 1 Tag, 1 Stunden, 7 Min.) @ Professor Bienlein

Auf dem Weltmarkt fehlen bis zu 20 Prozent des Rohöls. Sinnvoll wäre es eigentlich, jetzt zu versuchen, den Verbrauch zu reduzieren. Die Internationale Energieagentur macht zum Beispiel seit Wochen Werbung für ein Tempolimit von 80 km/h auf Landstraßen und 100 km/h auf Autobahnen.

Witzig ist, dass man bei Corona relativ schnell dabei war, die Grundrechte der Bürger einzuschränken (bitte keine Diskussion über Sinn oder ggfs. Unsinn der Maßnahmen) und hier kann man nicht man ein einfaches temporäres Tempolimit (die Kombi allein ist schon spitze) durchsetzen, bei dem nicht mal ein Grundrecht minimal tangiert wird.

Die deutsche Politik ist aktuell noch weitgehend in der Phase, in der man davon ausgeht, dass wir es nur mit einem kurzen "Intermezzo" zu tun haben, und dass man deshalb nicht reagieren muss. Die meisten dort gehen wohl davon aus, dass es ähnlich läuft wie im letzten Jahr, als Israel und dann die USA die Standorte von Urananreicherungsanlagen bombardierten.

Die Internationale Energieagentur hingegen warnt schon seit Wochen massiv und fordert beispielsweise deutlich herabgesetzte Geschwindigkeitsbegrenzungen. Und auf der anderen Seite der Erdkugel ist die Krise bereits voll angekommen:

Australiens Premier ruft Bevölkerung zum Spritsparen auf (Spiegel vom 01.04.2026)

"Der hohe Energiepreis trifft Australien besonders hart. Regierungschef Anthony Albanese reagiert mit einem milliardenschweren Entlastungsprogramm und bittet alle Menschen, sparsam mit Benzin und Diesel umzugehen."

Australien kauft wohl Benzin und Diesel auf dem Weltmarkt ein, ein beträchtlicher Teil stammt vom Golf. Deshalb schlägt dort die Krise schnell voll durch. Problem sind nicht nur hohe Preise, es droht zudem ein Mangel an Treibstoff. Über kurz oder lang wird das auch uns beeinträchtigen. Staaten wie Australien, Japan, Südkorea, Taiwan, etc. werden versuchen, andere Lieferanten zu finden - und kaufen uns ggf. das Öl und die Treibstoffe weg.

Auch Fluggesellschaften stellen sich auf Kerosin-Engpässe ein. Eine ganze Reihe plant, einen Teil der Flüge zu streichen und Maschinen einzumotten:

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/folgen-des-iran-kriegs-airlines-bereiten-sich-auf-kerosin-notstand-vor-15422672.html (Paywall)


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