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Reiche: Spritpreis wird nicht auf der deutschen Autobahn gebildet (Politik)

Pfostentreffer, Montag, 06.04.2026, 17:23 (vor 22 Stunden, 50 Minuten) @ markus

Tatsächlich geht es bei autofreien Sonntag oder Tempolimit nicht um die Beeinflussung des Weltmarktpreises, sondern die Senkung des Verbrauches, eben gerade in Zeiten von hohen Preisen. Auf die Weltmarktpreise hat Deutschland logischerweise nur minimalen Einfluss.


Laut dem Artikel ist doch genug Angebot vorhanden, da wir kaum Öl aus der Region beziehen. Es geht allein um dem Preis.

Der Artikel gibt nur wieder, was Frau Reiche sagt und wie sie das Thema setzt. Das hat aber nichts mit der Realität oder den wirklich relevanten Fragen zu tun, sondern sagt sie nur zur Ablenkung von eben dieser und diesen.

Bei autofreien Sonntagen oder Tempolimit in Deutschland ging es immer um die Senkung des Verbrauches, noch nie um die Senkung des Weltmarktpreises für Öl. Wäre ja auch komplett wahnsinnig.

Ein klassischer Strohmann von Reiche und sie und ihre Auftraggeber aus der Energieindustrie sind dem ZDF sicher dankbar für das reposten ihres Narratives nahezu ohne jegliche Einordnung.


Wenn es nur um die Geldbeutel eines jeden einzelnen geht, dann habe ich eine Frage an dich: Brauchst du dafür wirklich ein Fahrverbot und Geschwindigkeitsbegrenzungen?

Der Geldbeutel eines jeden einzelnen ist ein sehr relevanter Teil einer Volkswirtschaft.

Ich habe seit mittlerweile 18 Jahren kein Auto mehr. Was jetzt nicht ganz zur These deines Mitstreiters passt "es doch hauptsächlich darum ihr eigenes Unvermögen beim befahren von Autobahnen durch die Zwangsdrosselung der anderen in mehr Sicherheit für sich selbst umzumünzen" geht. Wobei ich auch nicht ganz verstehe, was daran so schlimm sein soll, sicher auf der Autobahn unterwegs sein zu wollen, aber seis drum, kam ja nicht von dir.

Entsprechend geht es aber überhaupt nicht um mich persönlich oder mein persönliches Verhalten. Ich kann locker behaupten, seit 18 Jahren jedes mögliche Tempolimit nicht mehr gebrochen zu haben:-)

Die Antwort ist also nein, aber auch nicht relevant.


<Ich fahre bei diesen Preisen von mir aus schon weniger und auch spritsparender.

Das ist schön, ist aber ein klassischer Bias und gilt für die meisten nicht. Benzin hat eine sehr geringe Preiselastizität, was auch logisch ist, da es für viele keine praktische Alternative gibt, gerade in einem Land, in dem man den öffentlichen Nahverkehr in einen Zustand versetzt hat wie in Deutschland.

So wenig wie es um mich und mein persönliches Verhalten geht, geht es um dich und dein persönliches Verhalten, sondern darum, welche Auswirkungen es auf die Gesamtheit der Autofahrer hat. Und da ist dein persönliches Verhalten wie Untersuchungen zeigen eben nicht sehr exemplarisch, relevant sowieso nicht.

<Ich würde stark davon ausgehen, dass die, die trotzdem weiterhin viel und schnell fahren, einfach genügend Geld haben und nicht aufs Geld sparen angewiesen sind.

Genau deswegen macht ein Tempolimit ja auch Sinn, wie in nahezu allen anderen Ländern auch. Denn nur so fahren sie langsamer, haben dadurch weniger Stress, verbrauchen dadurch weniger Benzin, verringern die Abhängigkeit von den rechten Fossildiktaturen weltweit (wenn auch nur geringfügig)sorgen für deutlich weniger Verkehrstote, verbessern die Luft und verringern durch Luftverschmutzung bedingte Todesfälle, verbrennen weniger CO2 und sorgen damit dafür, dass unsere Welt etwas länger lebenswert bleibt, weniger Menschen, Tiere, Pflanzen durch den Klimawandel sterben, die Böden in einigen Regionen langsamer veröden, die Anzahl an katastrophalen Klimaereignissen langsamer zunimmt und das Ende von Demokratie und Zivilisation etwas langsamer kommt.

Das Geld, welches im Motor in Form des Öls ( Gesamtausgaben Deutschland für fossile Energien letztes Jahr: ca. 80 Mrd Euro, das sind ziemlich viele Kindergrundsicherungen) für uns verbrannt wird, wird ja gar nicht verbrannt, sondern fliesst in die Länder, die uns damit beliefern. Wenn sie nun durch ein Tempolimit nicht im Motor "verbrennen", bleibt das Geld in ihrer Tasche, sie sparen es anschliessen entweder oder fügen es dem hiesigen Wirtschaftskreislauf hinzu, wäre also gut für unsere Wirtschaft.

Zudem ist eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung seit Jahren für ein Tempolimit, trotz aller publizisticher Anstrengung dagegen. Man würde also dem Volkeswille entsprechen.

Das alles und noch viel mehr sind positive (Teil-) Effekte eines Tempolimits und generell des Nicht- Verbrennens von fossilen Energieträgern. Beim Tempolimit kommt noch hinzu: Es ist gratis.

Entsprechend habe ich mal eine Gegenfrage an dich:

Welche negativen Effekte auf diese oder andere Faktoren hätte denn ein Tempolimit?


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