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Comedians - Dieter Nuhr (Sonstiges)

tim86, Hamburg, Mittwoch, 01.11.2023, 18:58 (vor 809 Tagen) @ Finchen
bearbeitet von tim86, Mittwoch, 01.11.2023, 19:02

Was ich immer wieder lustig finde, wenn sich jemand über das Ende der Meinungsfreiheit durch "Cancel Culture" beschwert, ist dass nicht erkannt wird, dass diese selber teil der Meinungsfreiheit ist.

Meinungsfreiheit heißt anders als Nuhr und andere meinen nicht, dass man alles ohne Wiederspruch und Konsequenzen sagen darf. Sondern nur, dass es keine Konsequenzen von Staat gibt.

Wenn andere dann anderer Meinung sind und ihn kritisieren, ist dies ihr Recht und sie üben nur ihre Meinungsfreiheit aus.

Auch wenn dazu aufrufen wird bestimmte Personen zu boykottieren, ist das nicht das Ende der Meinungsfreiheit, sondern eine Ausübung dieser.

Entscheiden sich dann Firmen mit diesen Personen nicht mehr zusammen zu arbeiten, ist dies auch noch eine Ausübung dieser.

Dieses Comic drückt es in meinen Augen sehr simpel und richtig aus https://xkcd.com/1357/

Versteht mich nicht falsch, es gibt häufig auch vollkommen dämliche Aufrufe bestimmte Personen/Produkte zu boykottieren.

Aber das ändert nichts daran, dass die Aufrufe teil der Meinungsfreiheit sind.
Es ist Aufgabe eines jeden für sich zu entscheiden, wie er zum Aufruf steht und wie er zum Verhalten der kritisierten Person steht.

Genauso ist es Aufgabe von Firmen, zu entscheiden ob sie sich der protestierenden Menge beugen und die Zusammenarbeit mit der kritisierten Personen zu beenden oder ob es ein ungerechtfertigter Protest ist und die eigene Marke weiter mit der Person in Verbindung gebracht werden soll.

Oder realistischer, ob es sich bei den (meist) Social Media Mob nur um eine laute Minderheit handelt und ob diese überhaupt teil der Zielgruppe sind oder ob das Geschäftsergebnis nicht negativ beeinflusst wird.
Am ende gibt es da unterschiedliche Entscheidungen in den Firmen weswegen vielleicht Firma A nicht mehr mit Person B zusammenarbeitet, aber Firma C dafür einspringt.

Das man sich einen solchen Mob nicht beugen muss, hat Anfang des Jahres Hogwarts Legacy gezeigt. Selten war die Kritik an ein Spiel vorm release größer und es gab massenhaft Boykottaufrufe, für das Spiel. Dennoch ist es eines der Meistverkauften(das meistverkaufte?) Spiele des Jahres.

Und dennoch war die Kritik eine Ausübung der Meinungsfreiheit(zumindest wenn man davon absieht, dass einige Streamer und Youtuber, die das Spiel gespielt hatten, Beleidigt wurden und Drohungen erhalten haben).


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