schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Ups - ich find den Gottschalk gut und den Nuhr - aber die AfD nicht (Sonstiges)

pactum Trotmundense, Syburg, Dienstag, 28.11.2023, 17:21 (vor 783 Tagen) @ MarcBVB

Die Frage ist leider juristisch durchaus komplex.

Aber eben auch nur juristisch und genau das ist der Casus Knacktus. Es ist und bleibt lächerlich, dass nicht alle Menschen alle Menschen heiraten dürfen, wenn diese es konsensual möchten. Genauso ist es lächerlich, dass diese Verbindungen einer besonderen juristischen Erhöhung unterliegen, die anderen Verbindungen verwehrt bleibt. Wenn Menschen einander erklären füreinander einstehen zu wollen, wieso macht es einen Unterschied ob sie das bei einem Standesamt für Geld beurkunden lassen anstatt es für lau auf einem Formblatt im Beisein von voll geschäftsfähigen Zeugen zu tätigen? Weil es einfach eine uralte aus der Religion stammende Kiste ist, die es ins weltliche Recht geschafft hat. Da lobe ich mir die alten Germanen. Mann und Frau erklären dem Stamm, dass sie jetzt Gefährten sind, ein paar Wildschweine und Rehe werden gegrillt, der Stamm säuft sich die Hucke zu und fertig ist die Laube.

Es ist am Ende einfach fraglich, ob der besondere Schutz von Ehe und Familie dazu führt dass der Gesetzgeber einfachgesetzlich die Ehe definieren kann. Er durfte völlig unproblematisch eine Lebenspartnerschaft neben die Ehe setzen (wobei da schon wieder strittig gewesen wäre, ob er die für Heteros hätte öffnen dürfen).

Neben die Ehe... Sorry, aber es sind genau diese Sachverhalte, die mein Unverständnis nur bestärken.

Es gibt für beide Seiten gute Argumente und ich bin froh, dass ich das nicht entscheiden muss. Ich sehe nur im gegangenen Weg unnötige Risiken.

Es gibt gute Argumente für die Diskriminierung einer Form der Partnerschaft gegenüber einer anderen? Die würden mich wirklich interessieren. Warum ist eine Hetero-Ehe mehr wert als eine Homo-Verpartnerung oder eine "wilde Ehe" zwischen zwei Männern und drei Frauen? Bisher hat man mir das immer nur mit weiteren Diskriminierungen erklären wollen, z.B. irgendwelchen sittlichen Normen oder was mit "kann mal bitte jemand an die Kinder denken". Wenn Menschen frei und ohne Druck den Konsens treffen partnerschaftlich füreinander einzustehen, dann hat der Staat das entweder zu unterstützen und jeder dieser Beziehungen die gleiche rechtliche Wertigkeit zuzugestehen oder sich eben komplett heraus zu halten und keiner dieser Partnerschaften einen besonderen Schutzstatus zu gewähren. Dazwischen erkenne ich nichts, was nicht in irgendeiner Art und Weise diskriminierend wäre.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1525510 Einträge in 16392 Threads, 14355 registrierte Benutzer Forumszeit: 19.01.2026, 11:49
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln