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Debatte über Investoren/Scheichs im Fussball (Fußball allgemein)

AGraute @, Telgte + Block 31, Dienstag, 12.10.2021, 14:28 (vor 11 Tagen) @ Kayldall

Zitat Wikipediaeintrag Verein:

"Der Verein (etymologisch aus vereinen ‚eins werden‘ und etwas ‚zusammenbringen‘) bezeichnet eine freiwillige und auf Dauer angelegte Vereinigung von natürlichen und/oder juristischen Personen zur Verfolgung eines bestimmten Zwecks, die in ihrem Bestand vom Wechsel ihrer Mitglieder unabhängig ist."

Vor allem auf Dauer und unabhängig vom Wechsel der Mitglieder meint alles =)

Wie immer kommt es auf die persönliche Sichtweise an.
Kurzfristig kann mehr Geld natürlich zu mehr Spaß führen.
Langfristig dürfte jedem klar sein, dass es erhebliche Risiken birgt sich von einer Person / Firma abhängig zu machen - siehe Inter zuletzt.

Warum wird überhaupt in den Fussball investiert?
1. Werbung für das eigene Produkt - z.B. Energydrinks
2. Werbung für das eigene Land - z.B. Katar
3. weil man einfach scheißviel Geld hat und mein Haus, mein Auto etc. auf Dauer langweilig wird - z.B. Hoffenheim
4. als klassische Investion einer Firma bei dem das "Produkt" (Hauptsache wachsender Markt) egal ist - z.b. Wolverhampton

Auf Deutschland bezogen bin ich der Meinung, dass die Plastikclubs zu absolut nichts führen.
Trotz der ganzen Ausnahmeregelungen (Lex Lev...) werden mit der 50+1 Regel die Erfolge einfach ausbleiben. Kein junger Fußballer träumt davon langfristig beim VFL Wolfsburg oder Hoffenheim zu spielen. Diese Klubs sind "regionale Sachen" ;).
Aber: auch Plastikclubs bringen durchaus erfolgreiche Strukturen mit und bilden gute Spieler und Trainer aus. Aktuell scheint in unserer Scoutingabteilung auch jemand einen Haken beim Kriterium "RB-Vergangenheit" gesetzt zu haben.
Offen bleibt natürlich ob sich diese entsprechenden Spieler auch anderswo ähnlich entwickelt hätten.
Warum bekommt Salzburg häufig gute, junge Spieler? Zahlen sie in der Jugend einfach mehr?
Warum hat Hoffenheim regelmäßig gute Jugendmannschaften? Ist es der Footbonaut, den sich sonst kaum Vereine leisten (können)?
Andersrum muss man sagen, dass die Plastikclub den vorher dagewesenen Vereinen die guten (Jugend)Spieler wegnehmen und es dadurch noch schwerer wird sich langsam zu einem größeren Verein zu entwickeln.

Man wird die Plastikclubs vermutlich nicht mehr verbieten, daher sehe ich die wichtigere Diskussion im Thema "wie kann man in Zukunft mit diesen Clubs leben".
Aktuell verzerren die Plastikclubs den Wettbewerb und es müsste ein Ausgleich geschaffen werden. Der Wettbewerbsvorteil Geld muss ausgeglichen werden!
Wie? Z.B. durch Altersbeschränkung wie bei unserer U23. Damit würde man z.B. Herrn Hopp oder Kind grundsätzlich die Chance geben seinen Verein / seine Region zu fördern, aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Und die dann gut ausgebildeten Spieler könnten in normalen Vereinen Spaß am Fussball erlernen. Alternativ könnten (alle) Einnahmen an die anderen Vereine der jeweiligen Liga / des Kreises umverteilt werden - klares Signal (auch an die an einem Investor interessierten Vereine): Ihr könnt investieren, ihr habt aber keine andere Möglichkeit Geld zu generieren.
Naja, wenn man möchte findet man einen Weg...


Bleibt noch die Frage wie lange es für Unternehmen noch interessant sein wird in einer immer grüner werdenden Gesellschaft im geldverbrennenden Fussball zu werben?! Wenn irgendwann klar ist: sobald ich im Fussball werbe verkauft sich auch mein Produkt schlechter, fällt zumindest ein Teil an Plastikclubs schonmal weg.


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