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Respekt durch Taten, nicht durch Worte (Politik)

JaHe, Berlino, Sonntag, 04.01.2026, 16:29 (vor 4 Tagen) @ FourrierTrans

Schöner Beitrag auf Apollo News zur Gesamtsituation. Tenor: Mehr Pragmatismus wagen, weniger Traumschlösser internationalen Rechts bauen.

Der Schlag gegen Maduro ist ein starkes Zeichen an alle Autokraten dieser Welt: Seid gewiss, dass ihr jederzeit gestürzt werden könntet. Dass die USA jederzeit eingreifen kann. Minimalinvasiv, schnell und konsequent.

Davor haben die Putins dieser Welt deutlich mehr Respekt als vor dem Wedeln mit völkerrechtlichen Vorgaben ohne Durchsetzungsmöglichkeit. Zum Glück verteidigen die USA unser Wertekonzept in einer Welt, in der ansonsten nur Autokraten herrschen. Wir als Deutsche und Europäer haben diese militärische Möglichkeiten nicht. Umso wichtiger, dass das Signal Maduro als weltweit gültig erkannt wird.


Warum sollte Putin vor Trump Respekt bekommen, der redet ihm doch nach dem Mund. Wenn Trump die Ukraine so ausstatten würde, wie es angebracht wäre, ja dann käme auch ein Putin auf den Gedanken, dass der Donald doch nicht mein Freund ist.

Alles andere ist Gewäsch, das Zeichen, was gestern an Putin und Xi gesendet wurde, greift zu, ich mache es auch.


Das Gegenteil ist der Fall. Venezuela war ein russischer Vorposten. Trump hat gestern "einen Freund" Moskaus aus dem Amt gefegt, russische Militärtechnik zerstört und jedwede strategische Partnerschaft und bestehende Verträge Russlands mit Venezuela, incl. der offenen Kreditvolumina, zerschlagen. Die Washington Post hat Ende Oktober berichtet, dass Maduro Putin um Hilfe ersonnen habe, selbstredend gab es dazu wohl keine Antwort. Trump scheisst auf Putin. Er investiert nur keine Energie in Europa und in die Ukraine, weil er das nicht als seinen Einflussbereich betrachtet, eine Entwicklung die übrigens schon seit Obama Fahrt aufgenommen hat ("Pivot to Asia"), vice versa, genauso auf Europa scheisst.
Putin und Russland sind das, was Obama schon sagte: eine Regionalmacht.

Venezuela war schon lange kein russischer Vorposten mehr, weil man ihn nicht mehr braucht. Kuba, Venezuala brauchte man immer nur, um Druck auf die USA auszuüben. In einer Zeit, in der man Gleichgesinnte im Weißen Haus sitzen hat - wofür braucht man da denn noch Venezuela? Viel nützlicher ist es doch aus russicher Sicht, wenn man der Welt sagen kann - schaut, die machen es genauso wie wir. Die kümmern sich um ihren Vorgarten, wir kümmern uns um unseren Vorgarten. Es geht darum, dass die Großmächte ihren Imperialismus ausleben und sich damit gegenseitig in Ruhe lassen. USA in Lateinamerika, Russland in den ehemaligen Sovietstaaten - und China bald in Taiwan. Putin hat keine Angst vor den USA und Trump scheisst deswegen nicht auf Putin, sie sind Brüder im Geiste. Dazu passt doch, dass Trump am liebsten heute als morgen der Ukraine in die Unterstützung entzieht. Er tut es nur nicht, weil er immer noch hofft, dass es in der Ukraine etwas zu gewinnen (Rohstoffe) gibt.

Und zum Ausgangspost: die Werte, die deiner Welt zugrunde liegen, sind nicht die Werte, die einer offenen, rechtsstaatlichen Gesellschaft zugrunde liegen. Da gibt es am Ende auch nichts zu diskutieren, hier gibt es keine Schnittmengen.


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