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Russland verurteilt US-Angriff auf Venezuela als "verwerflich" (Politik)

Ulrich, Samstag, 03.01.2026, 22:20 (vor 5 Tagen) @ FourrierTrans

Wenn du absehbar von den lästigen Sanktionen befreit wirst und dir einen großen Teil der Ostukraine einverleibst würde ich als Russischer Präsident durchaus einschlagen.


Wozu? Militärisch ist er im Vorgehen, der Krieg ist für die Ukraine konventionell längst verloren, solange die NATO nicht mit "boots on the ground" in das Geschehen eintritt.

Die Ukraine ist zwar nicht mehr zu größeren Offensivaktionen in der Lage. Aber Russland schafft es nur, ganz langsam, Meter, vorzurücken. Und bezahlt jeden dieser Meter mit einer großen Anzahl von Toten und einer noch größeren Anzahl von schwer Verwundeten. Zyniker haben hochgerechnet, dass es im aktuellen Tempo etwa hundert Jahre dauern würde, bis man die Ukraine komplett besetzt hätte.

Wladimir Putin wird seinen Krieg noch längere Zeit fortführen können. Aber nicht mehr unter den für ihn komfortablen Bedingungen der bisherigen Kriegsjahre. Vor dem Krieg hatte Russland über Jahre den "nationalen Wohlfahrtsfonds" aus den Erlösen von Rohstoffverkäufen angelegt. Die liquiden Mittel daraus hat man verwendet, um großzügige Prämien und Soldzahlungen an Freiwillige vorzunehmen. Es gab umgerechnet zeitweise 30.000 oder mehr Dollar auf die Hand, und zudem monatlich umgerechnet mehrere tausend Dollar. Dieser Topf ist mittlerweile leer, und auch die Einnahmen aus dem Verkauf von Öl sind aus unterschiedlichen Gründen stark gesunken. Entweder muss man die Zahlungen deutlich reduzieren, oder man muss wieder auf Repression bei der Einberufung von Reservisten setzen.

Die russische Wirtschaft steht massiv unter Druck, vor allem die Banken. Wegen der hohen Inflation sind die Zinsen hoch. Die Banken mussten seit Beginn des Krieges Kredite zu niedrigen Zinssätzen an Rüstungsunternehmen geben, den Sparern aber hohe Zinsen zahlen. Mittlerweile können immer mehr Unternehmen ihre Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen. Die zivile Wirtschaft nicht, weil die Nachfrage deutlich eingebrochen ist. Rüstungsunternehmen deshalb nicht, weil der Staat nur zögerlich zahlt. Mittlerweile muss die russische Zentralbank die Banken mit frischem Geld versorgen, das die wiederum an die Wirtschaft weiterleiten, um den Zusammenbruch von Unternehmen zu verhindern. Bisher hat man so den Crash vermeiden können, aber das zu Lasten der Aufblähung der Geldmenge.

Im letzten Frühjahr gingen die Vorräte von Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln, etc. zur Neige. Die Getreideernte im letzten Jahr war die schlechteste seit knapp 20 Jahren. Die Aussichten für dieses Jahr sind schlecht, nicht nur Menschen mit sehr wenig Geld wie z.B. Rentner leiden unter der hohen Inflation.


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