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Mal als Einordnung (Politik)

Gargamel09, Sonntag, 04.01.2026, 10:41 (vor 1 Tag, 17 Stunden, 44 Min.) @ Goalgetter1990

Mal als Einordnung, dass auch beide Standpunkte (Maduro-Aus = gut & Trump = schlecht) gleichzeitig existieren können...

1. Für alle Exil-Venezuelaner, für Leute die durch das Regime gefoltert wurden (oder aktuell noch in den Folterkellern des Regimes stecken) oder Verwandte verloren haben, ist das ein guter Tag. Venezuela hat ein Verbrecher-Regime, was das Volk bestiehlt und keine Legitimität hat (die SED wäre neidisch auf das Ausmaß der Wahlfälschung). Venezuela ist auf allen relevanten Indizes (Pressefreiheit, Wohlstand, etc.) in Südamerika ganz weit hinten, was aus jahrzehntelanger Diktatur (und nein, nicht aus den Sanktionen gegen das Regime) resultiert.

Das Hauptproblem ist, dass die ganze Sache (mal wieder) nicht zu Ende gedacht wurde. Genauso wie beim Angriff auf den Iran, wo das Mullah-Regime nach wie vor regiert und die Bevölkerung unterdrückt. Offensichtlich hat man (wieder mal) keine Idee, wie man sinnvoll einen Regierungswechsel erreicht.


2. Die internationale Ordnung ist tot (die Nachkriegsordnung sowieso), das Völkerrecht gilt nicht mehr. Die Vereinten Nationen sind ein Witzverein ohne Macht.

Autokraten wie Trump, Xi, Putin, Kim-Jong Un etc. brauchen keine rechtliche Grundlage, moralische Begründungen, oder politische Abwägungen um zu handeln, sondern agieren ohne Rücksicht im Sinne der eigenen Interessen (was auch immer diese im jeweiligen Fall sind). Es gibt in Harry Potter ein Voldemort Zitat "Es gibt kein Gut und Böse. Es gibt nur Macht, und jene, die zu schwach sind um danach zu streben" - und danach wird gehandelt.

Es gilt nur noch das Recht des Stärkeren, und was das beutetet, sollte nun jedem möglichst schnell bewusst werden. Wer nach allem was in den letzten 10 Jahren passiert ist noch nicht versteht, dass die freiheitlichen Demokratien (oder das was davon übrig geblieben ist) massiv aufrüsten und verstärken müssen, wird sich am anderen Ende der Nahrungskette wiederfinden. Es gibt nach wie vor viel zu viele, die in einer Fantasiewelt leben, wo mit Diktatoren und Autokraten mit "Deeskalation" und "Gemeinsamer Verständigung" Politik gemacht werden kann. Wenn derjenige auf der anderen Seite deine Gesprächsbereitschaft als Schwäche auslegt (was de-facto so ist, wenn man seine Position nicht durch Stärke untermauern kann), wird in der neuen Welt gefressen.

+1 trifft es auf den Punkt


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