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Artikel in der New York Post (Politik)

rheinlandbanane, Sonntag, 04.01.2026, 14:43 (vor 3 Tagen) @ Ulrich

Die New York Post, ein Trump-nahes Boulevard-Blatt, hat mit dem Präsidenten ein Interview geführt und das in einem umfassenderen Artikel verarbeitet.

Trump tells Post that US troops won’t be in Venezuela if Maduro VP ‘does what we want’: ‘We have a second wave’

Es kommen auch kritische Stimmen zu Wort:

"Rep. Don Bacon (R-Neb.), a frequent Trump critic, said Saturday that “my main concern now is that Russia will use this to justify their illegal and barbaric military actions against Ukraine, or China to justify an invasion of Taiwan [and that] dictators will try to exploit this to rationalize their selfish objectives.”"

Für mich leider ein wichtiger Punkt. Motto: "Die USA dürfen vor ihrer Haustür machen, was sie wollen. Die Russen dürfen vor ihrer Haustür machen, was sie wollen. Die Chinesen dürfen vor ihrer Haustür machen, was sie wollen.".

Donald Trump hat die Welt um gut 200 Jahre zurückgeworfen.

"The ‘Donroe’ doctrine is a Monroe Doctrine on steroids,” he (Donald Trump) said in the interview."

Die Monroe-Doktrin wurde 1823 vom damaligen US-Präsidenten James Monroe verkündet. Sie definierte Nord- und Südamerika als US-Einflusszone und verbat sich die Einflussnahme anderer, damals europäischer Mächte.

Der Plan, wie es in Venezuela weitergehen soll, scheint recht einfach. Man erwartet, dass die amtierende Präsidentin Rodriguez das macht, was Trump will. Ansonsten droht man mit einer zweiten, noch schwereren Angriffswelle und dann mit dem Einsatz von US-Bodentruppen.

Dein Motto aus dem gestrigen Einsatz hab ich jetzt mehrfach von verschiedenen Seiten gehört, nachvollziehen kann ich es immer noch nicht. Du hast doch viele Kenntnisse, Ulrich. Welche Rechtfertigung haben die USA denn durch gestern Russland und China gegeben?

Ist doch nichts Neues. Diese großen Mächte, vor allem zahlreiche US-Präsidenten, haben schon weit davor immer getan was in ihrem Interesse liegt. Und ja, es war in erster Linie interessengeleitet, anscheinend verfügt die USA über eine riesige und nicht ausgelastete Raffinerie-Infrastruktur aus den 80s, die auf das schwere Öl ausgerichtet ist, wie du ja gestern zu Venezuelas Ölvorkommen angemerkt hast.

Geopolitisch besteht der einzige Unterschied zwischen den Mächten aus meiner Sicht darin, dass die einen (USA) es militärisch eindeutig können und ganz wichtig weiterhin keine Demokratien (Dänemark/Grönland) angreifen. Während die beiden anderen Diktaturen militärisch versagen (Ukraine) bzw es hoffentlich gar nicht erst wagen (Taiwan) freie und demokratische Staaten zu attackieren.

Die USA hat gestern Russland völlig blamiert, zumal die Russen Madura anscheinend sogar mit ihren modernsten Luftabwehrsystemen beliefert haben. Viel Spaß für den Schrott jetzt neue Diktatoren-Käufer zu finden. Und die Chinesen hatten wohl noch am Tag vor dem US-Einsatz ein paar KPler zur emotionalen Unterstützung Maduros entsendet. Gedemütigt schäumen die zwar vor Wut, fühlen sich aber auch nicht gerade militärisch ermutigt. Müssen die amerikanische Übermacht akzeptieren. Mir fehlt einzig, dass die USA und vor allem wir Europäer viel mutiger als bislang die Ukraine in ihrem grauenhaften Überlebenskampf unterstützen.

Die gestrigen Pressestimmen sprechen da ja für sich. Die Diktaturen appellieren heuchlerisch an Frieden, während Demokratien die Kausalkette aus Unrecht und (notwendigen) Konsequenzen darstellen: https://www.spiegel.de/ausland/venezuela-krise-nach-angriff-der-usa-china-wuetend-selenskyj-spielt-auf-sturz-von-putin-an-a-581e6ce4-3670-4d00-aab9-06649401e13c


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