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‚Oskar’ Siebert und die ‚Marinho-Mark‘ (WM / EM / Olympische Spiele aktuell)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 26.06.2026, 13:12 (vor 7 Stunden, 15 Minuten) @ Beutelwolf

Puh, was er da antwortet, klingt für mich nach kompletter Ratlosigkeit und Phrasendrescherei.


Ich freue mich für Hansi Hinterseer, Trainer Ecuador.


Und sein offensichtlich hauptsächlich aus weiblichen Mitgliedern bestehender Fanclub hat sich mit ihm gefreut.


Das waren die Helene Fischer Groupies...direkt aus Gelsenkirchen eingeflogen

Irgendwie erinnert der gute Mann an Marinho...den Geisterspieler von den Blauen

Wer kennt nicht noch die ‚Marinho-Mark‘?

Gespielt hat er nie für die Blauen, der brasilianische Frauenschwarm der WM 74. Im Parkstadion hingegen war er schon. Sogar auf dem Rasen, vor ausverkauftem Haus.

Der damalige Präsident der Blauen, Günter „Oskar“ Siebert, hatte die grandiose Idee, Marinho nicht zuletzt wegen seiner offensichtlichen Wirkung auf Frauen aus Brasilien zu Schlacke zu holen. Fußballerisch war der Außenverteidiger mit der markanten blonden Mähne eher Durchschnitt, aber Oskar erhoffte sich von seiner Verpflichtung einen erhöhten Zuschauerzuspruch, insbesondere von weiblichen Fans. Das war damals sehr in Mode, auch HSV-Präsident Dr.Peter Krohn hegte solche Gedanken und ließ seine Mannschaft mit pinkfarbenen Trikots auflaufen, weil Frauen angeblich diese Farbe attraktiv fänden. Legendäres Trikot mit ‚Campari‘-Schriftzug, damals Sponsor des HSV.

Die Zuschauerzahlen waren zu dieser Zeit immer noch rückläufig, daran änderte auch die erfolgreich bestrittene WM der Nationalmannschaft nichts. Der Bundesliga-Skandal wirkt sich immer noch aus. Und da ist der eine oder andere Vereinspräsident wahrscheinlich nach dem zehnten Drink auf eine solche Schnapsidee gekommen, um wieder mehr Zuschauer ins Stadion zu bekommen. Selbst weibliche… ;-)

Der Haken bei den Blauen war allerdings, dass die Ablösesumme für Marinho bei über einer Mio DM gelegen hätte. Eine Summe, die zu dieser Zeit in der Bundesliga noch nie gezahlt worden war. Da wäre eine Genehmigung durch den Aufsichtsrat notwendig gewesen, der weigerte sich aber strikt. Worauf Oskar auf die Idee kam, einen Marinho-Transfer über einmalig erhöhte Eintrittspreise zu finanzieren. Und um Druck auf den Aufsichtsrat zu machen, wollte er die Zuschauer darüber abstimmen lassen.

Flugs wurde Marinho nach Deutschland eingeflogen und vor einem Heimspiel gegen Bayern (volle Hütte) den Zuschauern auf dem Rasen präsentiert. Beim Eintritt war den Zuschauern eine Art Abstimmungszettel in die Hand mit zwei Fragen in die Hand gedrückt worden, die jeweils mit einem ‚ja‘ oder ‚Nein‘ per Kreuz beantwortet werden konnten. Die eine Frage lautete, ob Schlacke Marinho verpflichten soll. Die andere, ob man bereit wäre sich an der Finanzierung des Transfers mit einem einmalig erhobenen Zuschlag auf den Eintrittspreis (‚Marinho-Mark’) zu beteiligen.

Wie die Abstimmung ausgegangen ist, hat die Öffentlichkeit nie erfahren. Die ‚Wahlurnen‘ nebst Inhalt sind nämlich nach dem Spiel verschwunden. Und sie sind auch nie wieder aufgetaucht. Wie sie verschwunden sind konnte nie geklärt werden. Was zu Spekulationen geradezu einlud. Die einen vermuteten, dass sie bei der Stadionreinigung nach dem Spiel irgendwie mit in den Abfall geraten waren. Die anderen hegten den Verdacht, dass Gegner eines Marinho-Transfers die Urnen und Inhalt gestohlen und anschließend vernichtet hätten. Schließlich habe es eine positive Grundstimmung pro Transfer und ‚Mark‘ gegeben und die Gegner standen im Verdacht, Marinho mit allen lauteren, aber auch unlauteren Mittel verhindern zu wollen.

Marinho jedenfalls kehrte nach Brasilien zurück und hat Sxhlacke nie wiedergesehen. Auch weil der Aufsichtsrat der Blauen deutlich gemacht hatte, sich auch durch solche Sperenzchen nicht von seinem ‚nein‘ abbringen zu lassen. Wie sich dies auf die Entwicklung der Anzahl weiblicher Zuschauer ausgewirkt hat, ist nie weiter untersucht worden.

Marinho kehrte etliche Kahre später am Ende seiner Karriere doch noch einmal nach Deutschland zurück. Genauer gesagt nach Augsburg, wo ein Spielhallenunternehmer einen Fußballverein namens „Harlekin“ (so lautete auch der Firmenname) gründete, um diesen von der Kreisklasse bis ganz nach oben zu führen. Helfen sollten dabei quasi ausgemusterte Altstars. Das wurde schnell ein Flop, aber das ist eine andere Gechichte…


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