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Heizen mit Strom vs Gas (Politik)

Sascha, Dortmund, Montag, 11.07.2022, 10:25 (vor 656 Tagen) @ markus

Grundsätzlich würde ich dazu raten, noch die paar Tage bis zum 22.07. abzuwarten, ob wirklich kein Gas mehr kommt. Sollte wieder etwas durch Northstream 1 ankommen, dürften auch die Gaspreise wieder etwas fallen, oder zumindest nicht weiter steigen.

So viel verlieren kann man da jetzt auch nicht mehr wirklich. Selbst wenn Gas mal sogar 10 Cent teurer sein sollte als Strom, heißt das eben, dass man bei 1.000 kWh 100 € mehr zahlt. Wenn man dafür aber vorher noch für 60 € ein Heizgerät bei Amazon kaufen muss, dann ist die Ersparnis relativ überschaubar.


Ein, zwei elektrische Heizkörper zu Hause zu haben, das halte ich für keine schlechte Idee. Auch zu normalen Zeiten kann eine Zentralheizung einen Defekt haben, und aktuell sind Ersatzteile teilweise nur schwer zu beschaffen.

Ja. Und es wird auch helfen, wenn Russland die Gaslieferungen komplett einstellt. Aber es eignet sich in meinen Augen nicht zum sparen. Das Problem dort ist das exorbitant hohe Preisniveau bei Strom und Gas - und nicht die paar Cent Differenz zwischen beiden Energieträgern.


Es läppert sich halt. Mehrere tausend mal x ein paar Cent sind am Ende halt auch ne hübsche Summe. Ich weiß nicht warum, aber mein Stromanbieter hat sich im April eine Preiserhöhung über einen deutlich höheren Grundbetrag gegönnt, während der KWh Preis sogar günstiger wurde. Wenn nun der Gaspreis durch die Decke gehen sollte und ab dem 1.01.23 z.B. auf 40 Cent je KWh ansteigt und der Strompreis wegen Vertragsbindung bis April 23 bei 21,18 Cent bleibt, dann könnte das Heizen mit Strom in den Monaten Januar bis März massiv günstiger sein. Als Übergangslösung ist das in der Konstellation vielleicht sinnvoll. Natürlich wird dann im April nachgelagert auch der Strompreis massiv steigen. Aber dann sind die drei kältesten und teuersten Monate vorbei.

BTW: Ich habe vorhin mal mit einem Lieferanten gesprochen. Letzte Woche Freitag lag der Börsenpreis Strom im Mittel von Base und Peak bei knapp über 40 Cent/kWh - reiner Energiepreis. Steuern und Abgaben kommen noch on top. Das zeigt einerseits, dass der Wegfall der EEG-Umlage eher ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, andererseits, dass man durch Heizen über Strom nur dann sparen kann, wenn der Stromvertrag längerfristig ist.

Und auch da sollte man mal eins prüfen: Bei manchen Verträgen steht in den AGB, dass sie aufgekündigt werden können, wenn der Bedarf massiv von den ursprünglichen Angaben abweicht. Viele Anbieter dürften gerade wild dahinter her sein, Altverträge nach Möglichkeit aufzukündigen und mit solchen Vertragsklauseln kann aus der geplanten Einsparung eine deutliche Mehrbelastung entstehen, wenn man dadurch einen günstigen Altvertrag verliert.


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