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Rente (Sonstiges)

istar, Montag, 21.06.2021, 20:54 (vor 1667 Tagen) @ Grigori

Eine Gesellschaft muss immer einen Teil ihres jährlichen Sozialprodukts für diejenigen Menschen aufwenden, die nicht arbeiten, wie z.b. Kinder, Rentner, Arbeitslose und Kapitalisten. Dabei ist es erstmal völlig unerheblich, auf welche Art und Weise diese Transfers geschehen, also im Falle der Rente über ein Umlageverfahren oder durch Kapitalmärkte. Die Belastung steigt in jedem System, wenn Rentner länger leben. Allerdings ist das Umlageverfahren deutlich effizienter und sicherer als die Kapitalmärkte. Es müsste nur auf eine breitere Basis gestellt werden, wie der Kollege mit Hinweis auf Österreich bereits angemerkt hat.


Das Umlageverfahren funktioniert doch ohne Zuschüsse schon nicht mehr.


Deswegen schreibe ich doch, dass es auf eine breitere Basis gestellt werden muss.


Die breitere Basis sind dann wohl mehr Einzahler, also Freiberufler, Selbstständige, Beamte usw.
Dazu noch die Beitragsbemessungsgrenze abschaffen.

Das würde aber trotzdem nicht die demografische Schieflage beseitigen, die deutlich gestiegene Lebenserwartung auch nicht.

Und wer einzahlt, bekommt irgendwann auch was raus.

Am eigentlichen Problem ändert das also nichts.

Eigentlich führt an einem höheren Renteneintrittsalter kein Weg vorbei, wenn man an einem generationengerechten Rentensystem interessiert ist.

Aber keine Sorge, da traut sich sowieso keine Partei ran.


Ich habe doch geschrieben, dass logischerweise gar kein Rentensystem der demografischen Entwicklung entkommen kann. Die nicht arbeitende Bevölkerung muss immer von der arbeitenden Bevölkerung mit-versorgt werden. Das ist quasi eine anthropologische Konstante.
An einem höheren Renteneintrittsalter führen natürlich Wege vorbei. Zum Beispiel könnte man Sozialversicherungsbeiträge auf Vermögenseinkünfte erheben und nicht nur auf Einkommen aus selbstständiger Arbeit. Es ist und bleibt eine schlichte politische Verteilungsfrage.

Man könnte, statt Vermögensaufbau zu bestrafen, auch selbigen fördern. Von dem bürokratischen Wust der ständigen Überprüfung der Vermögenswerte mal ganz abgesehen.

Und der spannenden Frage, ob eine selbstgenutzte Eigentumswohnung z. B. ein Vermögen darstellt, auf das man dann Sozialbeitrage zahlen soll.

Oder ob ich erst zur Kasse gebeten werde, wenn ich die Wohnung verkaufe, weil ich
den Lebensabend im Seniorenstift verbringen will.

Nein, es gibt eigentlich keine Begründung dafür, 20-25 Jahre Rentenbezug zu haben und die jungen dafür zahlen zu lassen.

Aber wenn die das mitmachen, soll mir das auch Latte sein.


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