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CDU und CSU haben Vermieterbeteiligung bei CO2-Kosten verhindert (Sonstiges)

Ulrich, Mittwoch, 23.06.2021, 11:15 (vor 1666 Tagen) @ Basti Van Basten

Konsequent geht anders.

Bei der Kerosinbesteuerung argumentierte die Union noch, dass man nicht will, dass sich wegen 70 Euro Mehrkosten manche Familien den Urlaub nicht mehr leisten können.

Ähnlich auch beim Aufschlag auf Kraftstoffe. Was man kritisieren kann, ist dass die Grünen immer ein wenig mehr draufschlagen wollen. Aber den Mechanismus selbst und die in den nächsten Jahren greifenden Preissteigerungen hat auch die Union mit beschlossen.


Jetzt sind die Kosten fürs Heizen auf einmal kein Problem mehr für die selben Familien.

Die Union ist einfach nur noch ein korrupter und unglaubwürdiger Haufen...

Und trotzdem fällt das ganze hier auf fruchtbaren Boden. Schließlich sind die blöden, asozialen Mieter doch nur darauf aus, die Vermieter zu schädigen. Man wirft halt gerne 100 Euro aus dem Fenster, nur wenn man weiß dass der Vermieter dann ebenfalls 100 Euro aus dem Fenster werfen muss :-/

Klimaschutz bekommt man nicht zum Nulltarif. Dazu müssen alle beitragen. Aber jeder Mieter hat Anspruch auf eine ausreichend geheizte Wohnung. Setzt man das voraus, dann hat der nur sehr eingeschränkt Einfluss darauf, wie hoch die Heizkosten sind. Bei Tests von smarten Heizthermostaten liest man beispielsweise, dass diese je nach Zustand der Gebäudedämmung 10 bis 25 Prozent einzusparen helfen. Man bittet also diejenigen zur Kasse, die die CO2-Emissionen nur sehr eingeschränkt reduzieren können. Diejenigen, die dazu in der Lage sind, lässt man hingegen außen vor. Das wird voraussichtlich dazu führen, dass man die gesetzten Ziele im Mietwohnungssektor nicht erreichen wird - egal wie sehr man an der Preisschraube dreht.

Heute herrscht insbesondere in den Ballungszentren Wohnungsnot, das kommt erschwerend hinzu. Menschen mit niedrigem und mittlerweile auch mittlerem Einkommen müssen sehen, wo sie bleiben. In solchen Gegenden wird auch die letzte "Bruchbude" vermietet. Wenn dann die Mieter alleine für die in Zukunft deutlich steigenden CO2-Kosten aufkommen müssen, hat der Vermieter keinerlei Anlass, irgend etwas im Bereich der Wärmeerzeugung oder der Wärmedämmung zu tun.


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