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Rente (Sonstiges)

markus, Dienstag, 22.06.2021, 08:26 (vor 1667 Tagen) @ Sascha

Angenommen, wir hätten bereits dieses von der CDU und ihren Finanziers propagierte System. Was passiert dann eigentlich mit den Aktienkursen, wenn ein geburtenstarker Jahrgang in Rente geht und eine signifikante Zahl an Aktien veräußert werden muss?


Wenig, da in dem Fond so viele Unternehmen drin sein werden, dass der Anteil je Unternehmen eher gering ist. In dem norwegischen Staatsfonds sind z.B. ca. 200.000€ pro Einwohner drin, aber nur wenige % je Unternehmen.

Wer sagt außerdem, dass Anteile verkauft werden müssen? Vielleicht wird es auch ein System, das einfach nur die Dividenden verteilt.


Wobei das norwegische System auch Schwächen aufzeigt. Es basiert zu einem großen Teil auf Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft. Wie groß ist da wohl die Bereitschaft, aus Klimaschutzgründen Technologien zu fördern, die keine fossilen Brennstoffe verfeuern?

Das witzige ist, dass Norwegen als eines der ersten Länder weltweit den Verbrennungsmotor verbieten will. Nämlich ab 2025.

Wir haben dieses Problem allerdings nicht. So wie es aussieht (im Wahlprogramm selbst finde ich dazu nichts, aber es ist in den Berichten durchgesickert), sollen 100€ je Kind pro Monat aus Steuergeldern eingezahlt werden. Bleibt es 18 Jahre lang bei 100€ im Monat, sind bis zum 18. Geburtstag 21.600€ eingezahlt. Und dann kommt der Zinseszinseffekt: Im Durchschnitt der letzten 100 Jahre hat der Markt einschließlich aller Kriege und Krisen 7% Rendite gemacht, was eine Verdoppelung alle zehn Jahre entspricht. Bis zum 58. Lebensjahr findet dann vier mal eine Verdoppelung statt und es liegen 345.000€ auf dem Konto. Noch nicht eingerechnet sind die Renditen innerhalb der ersten 18 Lebensjahre, ebenso fehlen die Renditen zwischen dem 58. Lebensjahr bis zum Renteneintritt. Zudem fehlt natürlich auch die Inflation. Die 345.000€ werden weniger wer als heute sein. Insgesamt wird man damit aber ein ordentliches Polster zusätzlich zur immer kleiner werdenden Rente aus dem Umlageverfahren haben. Und das muss doch das Ziel sein: Dass man seinen Lebensabend vernünftig verbringen kann. Wenn jedem Bürger ein Stück des Kuchens selbst gehört, dann profitiert er auch von den Gewinnen.

Natürlich gibt es auch Risiken. Theoretisch könnten alle Firmen pleite gehen und aus den angesparten 21.600€ werden 0€. Wobei wir dann ganz andere Probleme haben. Die Welt funktioniert nur mit profitablen Unternehmen. Und natürlich kann sich die durchschnittliche Rendite verschlechtern und z.B. nur noch 3% betragen. Dann ist es immer noch geschenktes Geld, das es derzeit gar nicht gibt. Umgekehrt kann sich die Rendite aber auch verbessern und aus den oben erwähnten 345.000€ wird eine höhere Summe.


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