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Für mich das passende Statement gestern im ARD Presseclub (Sonstiges)

istar, Dienstag, 22.06.2021, 22:54 (vor 1666 Tagen) @ Zico80

Ja, natürlich steht und fällt das alles mit der Finanzierung. Und wie ich unten schon schrieb, ich kann da ältere Menschen auch durchaus verstehen, die zwar gerne mehr Klimaschutz wollen, aber auch nicht so ganz wissen, wo sie ihren Beitrag hernehmen sollen.

Mit Ende 50 ist der große berufliche Karrieresprung nicht mehr zu erwarten und auch für eine private Altersvorsorge ist es zu spät. Das, was man zu dem Zeitpunkt hat, ist die feste Grundlage für das Leben als Rentner. Dass der Ausblick auf eine deutliche Belastungserhöhung da bei vielen auch greifbare Ängste auslöst, ist absolut verständlich.

Absolut. Was du beschreibst, das ist die Lebenswirklichkeit vieler Menschen, die von manchen leider, bei allem Verständnis für die Position im Kampf gegen den Klimawandel, komplett ignoriert wird. Unser Klima zu schützen wird mMn nicht gelingen, wenn man zu viele außen vorlässt bzw. nicht mitnimmt. Diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung muss vernünftig gestaltet und sachlich argumentiert werden.


Ich verstehe ja, dass euer Argument ist, dass man möglichst viele davon überzeugen (und nicht belehren) muss, dass man gegen den Klimawandel etwas tun muss.

Was ich nicht verstehe: Wieso seit ihr dann immer für die Partei, die die letzten 30 Jahre eindeutig nachgewiesen hat, das sie vor allem gut darin ist, Klimaschutz zu verhindern und den Leuten die ganze Zeit einzureden, dass sie total unfair behandelt werden, wenn sie jetzt den Planeten nicht mehr extrem verdrecken dürfen. Und das obwohl der Klimawandel heute bereits Millionen Menschen die Lebensgrundlage raubt, während wir (in diesem Sinne: Der Westen) dieses Fiasko mit unserem CO2 Ausstoss verursacht haben.

Das widerspricht sich doch total oder übersehe ich da etwas?

Vor dreißig Jahren hat den Klimawandel noch keine Sau interessiert. Eigentlich ist das Thema erst wirklich präsent, seit Schüler anfingen, Freitags die Schule zu schwänzen.
Auch die Partei der besseren Menschen, also die Grünen, haben sich in erster Linie als Anti - Atompartei gesehen, eine Energieform, die in manchen Ländern als ihr Beitrag gegen die Erderwärmung gesehen wird.
Und ob die Kohlepartei SPD, historisch betrachtet, nicht deutlich mehr Klimaschutz verhindert hat, weil sie um jeden Arbeitsplatz in der Schwerindustrie gekämpft hat, den Kohleausstieg über Jahrzehnte hingezogen hat und im Ruhrgebiet so ziemlich jede Kommune große Aktienpakete an RWE, Steag etc. hält (Sierau sitzt bei RWE jetzt im Aufsichtsrat), ist dann auch eine Frage, über die man lange diskutieren könnte.

Aber die SPD hat ja schon für Hartz IV ganz allein auf die Fresse bekommen, obwohl das unter Rot-Grün verabschiedet wurde, da will ich sie jetzt nicht dafür kritisieren, dass sie sich als Arbeiterpartei für Arbeiter eingesetzt hat.

Apropos Rot-Grün : die größte umweltpolitische Errungenschaft war, dass Jürgen "Dosenpfand" Trittin als Umweltminister dafür gesorgt hat, dass seitdem Millionen von Menschen ihre Plastikflaschen schreddern lassen. Und Aludosen. Ich denke jedesmal an den Vogel, wenn es wieder soweit ist und ich vor so einem Automaten stehe.

Glückauf.


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