schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Rente (Sonstiges)

markus, Dienstag, 22.06.2021, 11:31 (vor 1667 Tagen) @ Schnippelbohne

Das Vorbild könnten die großen Pensionsvermögen in den USA sein. Dort liegen die Rentenansprüche zB von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes in großen Pensionsfonds, die pro Bundesstaat aufgesetzt sind. Das Anlageverhalten dieser Fonds ist gemischt. D.h. es wird mit nicht nur in Aktien investiert. Sie investieren auch viel in große private Anlagefonds bis hin zu Hedge Fonds, aber zB auch in Immobilien. Das Ganze ist aber stark reguliert über den Employee Retirement Income Security Act of 1974 (ERISA). Wer in der Fondsbranche tätig ist, wird schon über Erisa gestolpert sein, da die Erisa-Konformität einer Investition immer genau geprüft wird, wenn ein solcher Investor direkt oder indirekt im Boot ist. Über diese Regulierung wird eben gesichert, dass nicht nur in hochspekulative Anlageformen investiert wird, sondern auch in konservative Assets. Ähnlich arbeiten ja auch die Betriebsrentenfonds vieler deutscher Unternehmen. Die prozentualen Anteile der verschiedenen Asset-Klassen sind dort auch vorgegeben und es wird entsprechend gemischt investiert in verschiedenen Risikostufen. Die Parole „Alles in den Kapitalmarkt stecken“ ist daher stark verkürzt.


Möglichst voll in Aktien zu gehen macht in diesem Fall aber m.E. durchaus Sinn, weil die bereits vorhandenen defensiven Instrumente (Umlagerente, Riester, Betriebsrenten) ja bestehen bleiben sollen. Das Gesamtpaket ist dann weiterhin in großen Teilen defensiv. Nur der zusätzliche Teil wäre ohne Garantien, dafür aber mit Chancen auf hohe Renditen ausgestattet. In Summe wäre ein Fond gut, an dem nicht noch ein großer Wasserkopf dranhängt. Eine schlanke Kostenstruktur wäre wichtig.

Die Betriebsrentenfonds die es heute schon gibt, sind leider kaum attraktiv. Da wird nur ein verschwinden geringer Teil tatsächlich in Aktien investiert, weil Leistungen garantiert werden müssen. Der Großteil des Geldes steckt in Staatsanleihen. Zudem sind die Gebühren häufig sehr hoch. Häufig sind die Verträge weniger wert als das eingezahlte Geld.


Ich glaube wir meinen verschiedene Betriebsrentenfonds? Ich meinte die Betriebsrenten, die Unternehmen MitarbeiternInnen zusagen und entsprechend finanziell unterfüttern müssen. Diese Pensionsvermögen sind ja dann oft separat aufgesetzt von der normalen Konzernbilanz, bei Siemens zB in einem eV. Meinst du Direktversicherungen? Bin da aber auch keine Spezialistin.

Ja, ich meinte eher Direktversicherungen. Die wenigsten Arbeitnehmer dürften eine klassische Betriebsrente haben, die aus festen Zusagen bestehen. In größeren Konzernen gibt es das zum Teil noch. Bei uns im Konzern gibt es Mitarbeiter, die ein halbes Gehalt Betriebsrente bekommen. Mit der staatlichen Rente sind dann überhaupt keine Einbußen vorhanden. Die Zeiten sind allerdings allmählich vorbei, alle jüngeren Mitarbeiter haben deutlich geringere Zusagen, was daran liegt, dass das angelegte Geld kaum noch Zinsen abwirft und jedes Jahr Millionensummen nachgeschossen werden müssen.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1523005 Einträge in 16367 Threads, 14352 registrierte Benutzer Forumszeit: 14.01.2026, 13:05
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln