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Neu auf schwatzgelb.de: Felix Nmecha auf der großen WM Bühne (BVB)

Giog, Mittelhessen, Montag, 22.06.2026, 22:33 (vor 1 Tag, 14 Stunden, 56 Min.) @ stfn84

Ich wäre vorsichtig, wenn ich einerseits dafür werbe jeden Menschen so sein zu lassen wie er ist und andererseits unentwegt Felix Nmecha danach beurteile welche Bücher er liest, mit welchen Personen er Kontakt hat oder welche Kleidung er trägt. Ich habe kein Statement oder O-Ton von Felix Nmecha gesehen, gehört oder gelesen, in denen er Homosexuelle als Menschen zweiter Klasse bezeichnet oder ähnliche Entgleisungen gehabt hätte.
Aber mir ist natürlich bewusst, dass hier eine größere Zahl an Nutzern ganz genau weiß was Felix Nmecha den ganzen Tag so denkt und tut und vor allem darüber informiert ist, welcher große Plan hinter all dem steckt #Missionierung

Ja, gut – das ist natürlich eine bewusst naive Lesart. Denn sie suggeriert, dass sich hier völlig zusammenhanglose Vorfälle aneinanderreihen würden. Tatsächlich ergibt sich aber ein Muster, dass der Gastautor auch so nachgezeichnet hat: Nmecha inszeniert seine Religionsauslegung auf eine Weise, die – etwa durch Likes, Social-Media-Beiträge, seine organisatorischen Verflechtungen oder die öffentliche Präsentation bestimmter Literatur – Positionen erkennen lässt, die durchaus im Konflikt zu den Werten von Borussia Dortmund stehen. Daran muss er sich messen lassen, wie jede andere Person des öffentlichen Lebens eben auch.


Sorry, da habe ich noch was nicht mitbekommen.
Ich kenne die Probleme mit seinen Likes und weiß, dass er ein bestimmtes Buch gelesen hat was kritisch zu betrachten ist. Zudem hat er Kontakte zu Personen die homophobes Gedankengut teilen. Habe ich was vergessen?
Für mich sind das entsprechend Zuschreibungen die ich persönlich als nicht zielführend erachte. Ich möchte schließlich auch nicht mit irgendwelchen Nazis in einen Topf geworfen werden, weil diese sich mit BVB Gear ablichten lassen. (Aber klar, das ist jetzt nur whataboutism weil ich Evangikale Auffassungen total cool finde ^^)

Hä? Nmecha wird ja nicht rein wegen Kontaktschuld verurteilt, sondern weil er sich diese Inhalte und Überzeugungen zu einem gewissen Maß zu eigen gemacht hat. Warum hälst du das dann als Zuschreibung nicht für zielführend? Anders gesagt: Auf welcher Grundlage soll man ihn denn sonst bewerten?


Ich hatte - soweit ich meine eigenen Beiträge rekapituliere - auch nicht verlangt, dass sich Felix Nmecha für sein Verhalten nicht zu rechtfertigen hätte.
Ein Gastautor kann - analog zu Dir - gerne der Auffassung sein, dass Felix Nmecha ganz bewusst Dinge inszeniert um öffentlich gegen Homosexuelle zu hetzen oder diesen die Daseinsberechtigung absprechen würde. Verzeih, dass ich das anders auffasse. Aber wie Du sagst, ich bin da vielleicht einfach nur naiv.

Ich glaube nicht, dass Nmecha ausschließlich eine queer-feindliche Agenda verfolgt, und das mit Religion als "Vehikel" auslebt. Ich glaube - wie in meinem letzten Beitrag auch gesagt - dass er einer religiösen Strömung angehört, mit der dieses Weltbild eben ziemlich eng, vielleicht sogar untrennbar verbunden ist. Deshalb halte ich es auch für gefährlich, das rein mit der Religionsfreiheit abzumoderieren, weil man unter diesem Deckmantel dann eben Positionen einschleusen kann, die einfach nicht klargehen.


Der Gastautor sagt analog zu Dir, dass man eben durch diese Verquickungen weiß was Felix Nmecha beispielsweise über Homosexuelle denkt. Er gibt sich mit Person X ab, also wird er auch die Auffassung von Person X haben. Anders kann es nicht sein.

Es zwingt dich ja auch niemand dazu, eine klare Position zu beziehen. Mir ist schon klar, dass es cooler ist, immer den betont entspannten, zurückhaltenden Mahner zu geben: „both sides“, „wir wissen es ja nicht“. Genauso legitim ist aber – und genau das wollte ich mit meinem Ausgangspost ausdrücken –, dass sich aus einer Vielzahl von Vorfällen ein Gesamtbild ergibt: von Likes über fragwürdige Literatur bis hin zur Würdigung von Charlie Kirk und diesem ganzen „ballers in God“-Krempel.

Deshalb finde ich es nervig, wenn jemand seine enorme Reichweite als Fußballer nutzt, um bestimmte Botschaften zu verbreiten, mit den daraus entstehenden Deutungen dann aber nichts zu tun haben will. Genauso nervig finde ich es, diejenigen, die aus all dem naheliegende und durchaus berechtigte Schlüsse ziehen, durchweg als dumm oder hysterisch darzustellen.


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