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Schwieriger Artikel (BVB)

davidd, München, Dienstag, 23.06.2026, 22:21 (vor 2 Tagen) @ Gargamel09

Ein Profi kann seine Social Media Account ohne all dies tgl. nur mit Dingen füllen, die mit dem Beruf zu tun haben.

Ich verstehe total den Punkt, dass öffentliche Personen Verantwortung für das tragen, was sie öffentlich senden. Gleichzeitig frage ich mich aber auch, ob wir unterschätzen, wie massiv sich der Maßstab verändert hat. Früher konntest du Meinungen, Überzeugungen oder auch einfach dumme Phasen haben, ohne dass dein gesamtes Umfeld permanent alles dokumentiert und seziert hat.

Heute reicht als prominente Person oft schon ein unüberlegtes Like, ein Foto im falschen Umfeld, ein Buch auf dem Tisch oder ein Gespräch mit der falschen Person und zack, entsteht daraus ein vollständiges Charakterprofil, weil innerhalb von Minuten Tausende Menschen anfangen, jedes Detail zu interpretieren – du musst es nicht mal selbst gepostet haben.

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich dankbar, dass meine Jugend in einer Zeit stattfand, in der nicht jeder Gedanke, jede Entwicklung und jede Dummheit dauerhaft öffentlich dokumentiert wurde. Und deswegen ganz persönlich: Ich würde heute wahrscheinlich lieber für immer anonym durchs Leben gehen als auch nur im Ansatz berühmt sein.


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